Ein doppelter Haushalt setzt einen ersten Haushalt voraus

Ein doppelter Haushalt setzt einen ersten Haushalt voraus

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Will ein alleinstehender Arbeitnehmer, der sich am Beschäftigungsort eine Wohnung gemietet hat, Werbungskosten für einen doppelten Haushalt geltend machen, so muss er nachweisen, dass er zu Hause einen eigenen Hausstand unterhält.

Das ist einem Steuerzahler in einem vom FG Rheinland-Pfalz entschiedenen Urteil nicht gelungen:

Der alleinstehende Chemiker hatte in der Nähe seines Arbeitsplatzes einen Zweitwohnsitz begründet. Sein Hauptwohnsitz befand sich im Einfamilienhaus seiner Mutter. Dort hatte er ein Schlafzimmer, ein Arbeitszimmer und ein Bad zur alleinigen Verfügung. Küche, Ess- und Wohnzimmer nutzen Mutter und Sohn gemeinsam.

Das Finanzamt sah in dieser Wohnsituation keinen eigenen Hausstand, da sich die persönliche Mitwirkung des Sohnes nur auf die Mithilfe im Garten, bei Instandsetzungen und beim Kontrollieren der Abrechnungen sowie der gelegentlichen Übernahme von Einkäufen belief. Dabei handelt es sich jedoch laut Finanzamt und Finanzgericht nur um übliche familiär bedingte Hilfeleistungen an die Mutter.

Zudem bemängelte das Gericht, dass sich der Sohn zu wenig finanziell an der Haushalsführung beteiligt habe: Von den Lebenshaltungskosten trug er lediglich Kosten für Kaminbriketts, für seine eigene Verpflegung und geringfügige Aufwendungen für Putz- und Waschmittel. An weiteren üblichen Nebenkosten für das Haus beteiligte er sich nicht – Versicherungen, öffentliche Abgaben, Wasser, Strom und Gas bezahlte ausschließlich seine Mutter (FG Rheinland-Pfalz vom 14.2.2012, 3 K 2338/09 ).

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