Doppelte Haushaltsführung: Vorfälligkeitsentschädigung absetzbar?

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Wer im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung eine Wohnung kreditfinanziert kauft und später wieder verkauft, darf die Vorfälligkeitsentschädigung nicht als Werbungskosten absetzen.

In einem vor dem FG Rheinland-Pfalz entschiedenen Sachverhalt unterhielt ein Kläger im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung eine Eigentumswohnung am Ort seiner ersten Tätigkeitsstätte. Die im Zusammenhang mit der Immobilie entstehenden Kosten zog er im Rahmen der Regelung zur doppelten Haushaltsführung als Werbungskosten bei seinen Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit ab. Die Eigentumswohnung am Beschäftigungsort, welche mit einem Darlehen finanziert war, wurde schließlich irgendwann verkauft. Wegen der vorzeitigen Rückzahlung des Darlehens musste der Kläger eine Vorfälligkeitsentschädigung an die Bank leisten, welche er nun im Rahmen des Werbungskostenabzugs für die doppelte Haushaltsführung berücksichtigt wissen wollte.

Sowohl das Finanzamt als auch das erstinstanzlich angerufene Finanzgericht des Landes Rheinland-Pfalz lehnten jedoch die Berücksichtigung der Vorfälligkeitsentschädigung als Werbungskosten ab. Klar und deutlich urteilen die Richter, dass die Vorfälligkeitsentschädigung wegen des Verkaufs einer wegen doppelter Haushaltsführung erworbenen Zweitwohnung bei Beendigung der auswärtigen Tätigkeit nicht als Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit abziehbar ist (FG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 23.11.2016, Az. 2 K 1701/14).

Insoweit besteht nach Meinung der erstinstanzlichen Richter kein wirtschaftlicher Zusammenhang. Die Vorfälligkeitsentschädigung ist wirtschaftlich betrachtet nämlich die Folge der auf vorzeitige Kreditablösung gerichteten Änderung des Darlehensvertrages. So besteht zwar auch ein gewisser Zusammenhang mit der ursprünglich beruflichen Veranlassung der Eigentumswohnung, jedoch wird diese ursprünglich berufliche Veranlassung von dem durch die Veräußerung ausgelösten Veranlassungszusammenhang überlagert. Ein Werbungskostenabzug soll daher nicht möglich sein

Gegen die erstinstanzliche Entscheidung ist Revision eingelegt worden. Ein Aktenzeichen ist jedoch noch nicht bekannt, weshalb sich Betroffene im eigenen Steuerstreit auf das erstinstanzliche Urteil beziehen und anmerken sollten, dass insoweit eine höchstrichterliche Anhängigkeit besteht.

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