Benzinkosten auch bei 1 %-Regelung abziehbar

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Wer von seinem Arbeitgeber einen Firmenwagen bekommt und die private Nutzung mit der 1 %-Methode versteuert, darf selbst getragene Benzinkosten zusätzlich als Werbungskosten geltend machen.

Das entschied das FG Düsseldorf im Fall eines Außendienstmitarbeiters. Er hatte von seinem Arbeitgeber zwar einen Pkw auch zur privaten Nutzung erhalten – musste aber (obwohl der geldwerte Vorteil mit der 1 %-Regelung versteuert wurde) die Benzinkosten selbst tragen. Diese machte er in seiner Steuererklärung als Werbungskosten geltend. Das Finanzamt erkannte die Kosten nicht an.

Die Richter des FG Düsseldorf stellten sich jetzt auf die Seite des Arbeitnehmers. Die auf die beruflichen Fahrten entfallenden Benzinkosten seien abziehbar, erklärten sie, weil sie zur Erzielung des Barlohns aufgewendet worden seien.

Sie erkannten auch diejenigen Benzinkosten an, die für private Fahrten angefallen waren: Da sie zum Erwerb von Sachlohn in Gestalt der privaten Pkw-Nutzung aufgewendet worden seien, dürften sie ebenfalls als Werbungskosten geltend gemacht werden, so die Richter. Der Abzug dieser Werbungskosten sei nicht deshalb zu versagen, weil der Wert der Privatnutzung nach der 1 %-Regelung ermittelt worden sei. Diese betreffe allein die Bewertung der Einnahme, nicht aber den Werbungskostenabzug (FG Düsseldorf vom 4.12.2014, 12 K 1073/14 E ).

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