Verlustnachmeldung auch ohne Steuerbescheid noch möglich

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Auf diese Entscheidung des BFH können sich insbesondere diejenigen Steuerpflichtigen berufen, die noch nachträglich für vergangene Jahre ihre Erstausbildungs- bzw. Erststudiumskosten als vorweggenommene Werbungskosten oder Betriebsausgaben ansetzen wollen!

Haben Sie für ein Verlustjahr eine Einkommensteuererklärung abgegeben, darin aber den Verlust nicht angegeben, kann dieser nach Eintritt der Bestandskraft des Steuerbescheides nicht mehr beim Finanzamt nachgemeldet werden (§ 10d Abs. 4 Satz 4 EStG).

Wurde für das Verlustentstehungsjahr hingegen keine Einkommensteuerveranlagung durchgeführt, sodass kein Steuerbescheid existiert, kann der Verlust noch innerhalb der siebenjährigen Feststellungsfrist nachgemeldet werden. Das Finanzamt muss dann den Verlustvortrag zum Ende des Verlustjahres gesondert feststellen. Das hat der Bundesfinanzhof jetzt bestätigt und damit der gegenteiligen Auffassung einiger Finanzämter eine Absage erteilt (BFH-Urteil vom 13.1.2015, IX R 22/14 ).

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