Seniorenstudium: Werbungskostenabzug nur unter bestimmten Bedingungen

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Wer im altersbedingten Ruhestand studiert, kann die anfallenden Kosten nur dann als vorweggenommene Werbungskosten oder Betriebskosten geltend machen, wenn er dem Finanzamt nachvollziehbar und substantiiert erklärt, dass er nach dem Studium eine nachhaltige Erwerbsquelle daraus schaffen will.

Das hat das FG Schleswig-Holstein entschieden und darauf hingewiesen, dass im Zuge einer Gesamtwürdigung dabei auch das Alter des Steuerpflichtigen nach Beendigung des Studiums sowie die wirtschaftliche Notwendigkeit für die Schaffung einer (neuen) Erwerbsquelle einzubeziehen seien.

Auch als Sonderausgaben wurden die Kosten im entschiedenen Fall nicht anerkannt, da dieser das Streben des Steuerpflichtigen nach einer nachhaltigen berufsmäßigen Anwendung der erlernten Fähigkeiten zur Erzielung von Einkünften erfordere.

Der konkrete Fall betraf hier einen leidenschaftlichen Theaterbesucher und -kenner. Nach Abschluss seiner nichtselbstständigen Berufslaufbahn hatte er im Alter von 63 Jahren das Studium der Theaterwissenschaft aufgenommen.

Das Finanzamt erkannte die für das Studium geltend gemachten Kosten nicht an – eine Einschätzung, die das FG Schleswig-Holstein bestätigte. Das Gericht war nicht davon überzeugt, dass der späte Student die Absicht hatte, nach der Beendigung seines Studiums (wieder) einer nachhaltig ausgeprägten Erwerbstätigkeit nachzugehen (FG Schleswig-Holstein, Urteil vom 16.5.2017, Az. 4 K 41/16).

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