Stewardess: Kein Werbungskostenabzug für das häusliche Arbeitszimmer

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Das FG Düsseldorf hat entschieden, dass eine Stewardess in ihrer Steuererklärung die Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer nicht als Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit absetzen kann.

Die Richter erkannten zwar an, dass ihr für einige (wenige) Tätigkeiten kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung stand. Der Umfang dieser Tätigkeiten lasse es jedoch nicht glaubhaft erscheinen, dass die Flugbegleiterin hierfür überhaupt ein Arbeitszimmer vorgehalten oder einen Raum in einer ins Gewicht fallenden Art und Weise beruflich genutzt habe.

Zu dieser Meinung war das Gericht gelangt, nachdem es sich sämtliche Umstände des Einzelfalls genau angeschaut hatte: Insbesondere wenn man die für die Flugvorbereitung und die Nacharbeiten anfallenden Zeiträume ins Verhältnis zur anrechenbaren Jahresflugzeit der Klägerin von über 600 Stunden setze, werde klar, dass die Inanspruchnahme des Raums für berufliche Zwecke von ganz untergeordneter Bedeutung war, erklärten die Richter (FG Düsseldorf, Urteil vom 24.04.2017, Az. 8 K 1262/15 E).

Die Stewardess hatte geltend gemacht, dass sie ein Arbeitszimmer für die Flugvorbereitung (z. B. Information über streckenspezifische Besonderheiten und Produktveränderungen, Studium der Arbeitsanweisungen) und -nachbereitung (z. B. Erstellung von Feedback- und Ereignisprotokollen) sowie Fortbildungen (Erste-Hilfe-Auffrischungen, Emergency-Übungen) benötige. Dazu hatte sie eine Bescheinigung der Fluggesellschaft vorgelegt, wonach ihr kein individueller Arbeitsplatz zur Verfügung stehe.

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