Pfarrer: Kein Arbeitszimmer, wenn Wohnung und Pfarrbüro im gleichen Pfarrhaus liegen

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Wenn sich im Pfarrbüro eines Pfarrhauses mehrere Räume befinden, in denen der Pfarrer sich einen Arbeitsplatz einrichten könnte, dann kann er in seiner Steuererklärung kein häusliches Arbeitszimmer mehr geltend machen.

In der geschilderten Situation stehe dem Pfarrer ein anderer Arbeitsplatz im Sinne des § 4 Abs. 5 EStG zur Verfügung, urteilte des FG München. Für ein häusliches Arbeitszimmer können also keine Werbungskosten geltend gemacht werden.

Die Richter präzisierten: Einen anderen Arbeitsplatz stelle in der Regel jeder Arbeitsplatz dar, der zur Erledigung büromäßiger Arbeiten geeignet sei. Weitere Anforderungen müsse der Arbeitsplatz nicht erfüllen. Daher sei ein objektiv geeigneter Arbeitsplatz vorhanden, sobald ein Steuerpflichtiger die geforderten Aufgaben an seiner Arbeitsstätte – hier dem Pfarrbüro – erfüllen kann. Dass das Arbeiten an einem anderen Platz leichter, besser und angenehmer durchführbar sein soll, ist steuerlich nicht relevant (FG München vom 24.11.2011, 11 K 1167/11 ).

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