Häusliches Arbeitszimmer einer Flugbegleiterin

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Kann eine Flugbegleiterin ein häusliches Arbeitszimmer absetzen, weil sie sich dort auf ihre beruflichen Tätigkeiten vorbereitet? Das Finanzgericht hat das verneint. Nun muss sich der BFH abschließend mit dieser Frage befassen.

Eine Flugbegleiterin machte in ihrer Einkommensteuererklärung Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer geltend. Dieses benötigte sie für die Flugvor- und -nachbereitung oder Fortbildungen (z.B. Erste-Hilfe-Auffrischungen, Emergency-Übungen). Die Fluggesellschaft bestätigte, dass ihr grundsätzlich kein individueller Arbeitsplatz zur Verfügung stand.

Das reichte dem Finanzgericht jedoch nicht aus. Die Flugbegleiterin arbeitete nämlich tatsächlich nur insgesamt 51 Stunden im häuslichen Arbeitszimmer. Das entsprach etwa 3 % ihrer Gesamtarbeitszeit. Ihre hauptsächliche Arbeit fand an der regelmäßigen Arbeitsstätte, sprich im Flugzeug oder am Flughafen, statt. Für diesen geringen Umfang sei das Vorhalten eines Arbeitszimmers und eine ausschließliche berufliche Nutzung des Raumes nicht glaubhaft.

Die Flugbegleiterin hat das nicht hingenommen und Revision gegen das Urteil eingelegt (Az. beim BFH: VI R 46/17; Vorinstanz: FG Düsseldorf, Urteil vom 4.5.2017, 8 K 329/15 E). Sind Sie in einer ähnlichen Situation, sollten Sie Einspruch einlegen. Beziehen Sie sich dabei auf das anhängige Revisionsverfahren. Dann profitieren auch Sie, sofern der BFH der Flugbegleiterin zustimmt.

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