Arbeitszimmer: Mittelpunkt der Tätigkeit bei einem Wirtschaftsprüfer und Steuerberater

Arbeitszimmer: Mittelpunkt der Tätigkeit bei einem Wirtschaftsprüfer und Steuerberater

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Die Tätigkeit eines Wirtschaftsprüfers und Steuerberaters findet schwerpunktmäßig in den Räumen der Kanzlei oder der einzelnen Mandanten statt, entschied das FG Düsseldorf, und lehnte die steuerliche Anerkennung eines Arbeitszimmers ab.

Ein Gesellschafter einer Partnerschaftsgesellschaft hatte einen Büroraum in der Kanzlei und nutzte daneben auch einen als Büro eingerichteten Raum in seiner Privatwohnung, der mit Fachliteratur und Zugriff auf das EDV-System der Kanzlei ausgestattet war. In der Erklärung über die gesonderte und einheitliche Feststellung machte er Kosten in Höhe von 5.257 € für das Arbeitszimmer als Sonderbetriebsausgaben geltend. Dazu erklärte er, der Mittelpunkt seiner gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung befinde sich qualitativ in seinem häuslichen Büro.

Das Finanzamt erkannte die Kosten jedoch nicht an und bekam in dieser Auffassung jetzt auch vor Gericht Recht: Der Kläger unterhalte ein häusliches Arbeitszimmer, eine Betriebsstätte oder ein betriebsstättenähnlicher Raum liege nicht vor, erklärten die Richter.

Auch befinde sich der Mittelpunkt der Tätigkeit nicht im häuslichen Arbeitszimmer. Die Tätigkeit als Wirtschaftsprüfer und Steuerberater werde wesentlich durch die mündliche Kommunikation mit den Mandanten, den Mitarbeitern und Dritten wie Vertretern von Finanzbehörden geprägt.

Diese Tätigkeit finde schwerpunktmäßig in den Räumen der Kanzlei oder der einzelnen Mandanten statt (FG Düsseldorf vom 5.9.2012, 15 K 682/12 F ).

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