Arbeitszimmer: Küche, Bad und Flur nicht anteilig absetzbar

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Wer ein steuerlich anerkanntes Arbeitszimmer nutzt, kann die Kosten für Nebenräume wie Küche, Bad und Flur nicht als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abziehbar. Das hat der BFH entschieden.

Der entschiedene Fall betraf eine Klägerin, die in ihrer Wohnung ein häusliches Arbeitszimmer eingerichtet hatte, das sie so gut wie ausschließlich für ihre nur von diesem Arbeitszimmer aus betriebene gewerbliche Tätigkeit nutzte.

Neben den Kosten für das Arbeitszimmer selbst setzte sie in ihrer Steuererklärung auch 50 % der Aufwendungen für Küche, Bad und Flur als Betriebsausgaben ab. Da sie diese Räume auch privat nutzte, erkannte das Finanzamt erkannte nur die Kosten für das Arbeitszimmer selbst an.

Der BFH gab dem Finanzamt Recht und wies darauf hin, dass der Große Senat des BFH in seinem Beschluss vom 27.7.2015 (Az. GrS 1 / 14) bereits entschieden hat, dass die Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer, das nicht nahezu ausschließlich betrieblich oder beruflich genutzt wird (gemischt genutztes Arbeitszimmer) steuerlich nicht zu berücksichtigen sind.

Mit seiner neuen Entscheidung überträgt der BFH dies auch auf Nebenräume der häuslichen Sphäre. Die Nutzungsvoraussetzungen seien dabei individuell für jeden Raum - und damit auch für Nebenräume - zu prüfen, erklärten die Richter. Eine zumindest nicht unerhebliche private Mitnutzung derartiger Räume führe daher dazu, dass ein steuerlicher Abzug der Kosten nicht möglich ist (BFH-Urteil vom 17.2.2016, X R 26/13 ).

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