Arbeitszimmer: Kein Abzug bei (teilweiser) Liebhaberei

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Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer, das sowohl zur Erzielung von Einkünften als auch – in mehr als nur untergeordnetem Umfang – zu privaten Zwecken genutzt wird, sind insgesamt nicht abziehbar.

Das hat der Große Senat des Bundesfinanzhofs im Beschluss vom 27.7.2015 (Az. GrS 1 / 14) entschieden und in zwei aktuell veröffentlichten Urteilen bestätigt. Beide Urteile datieren vom 16.2.2016.

Fall 1 (Az. IX R 20 / 13) betraf einen Kläger, der Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung erzielte. Sein Arbeitszimmer, das ansonsten grundsätzlich anzuerkennen war, nutzte er allerdings auch zu etwa 30 % für seine in der BFH-Entscheidung nicht näher ausgeführte wissenschaftliche Tätigkeit. Bei dieser wissenschaftlichen Tätigkeit handelte es sich – da waren sich die Parteien einig – um Liebhaberei. Das sei einer privaten Nutzung gleichzustellen, erklärten die BFH-Richter und erkannten insgesamt keine Werbungskosten für das Arbeitszimmer an.

Fall 2 (Az. IX R 21 / 13) betraf einen Universitätsprofessor im Ruhestand, der ebenfalls Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung erzielte. Er nutzte sein Arbeitszimmer zur Hausverwaltung und zu wissenschaftlicher Tätigkeit – die auch bei ihm als steuerliche Liebhaberei eingestuft wurde. Die Sachverhalte sind im Großen und Ganzen gleich. Und auch die Entscheidung der Richter fiel gleich aus: Keine Anerkennung von Werbungskosten.

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