Abgetrenntes Büro im Zweifamilienhaus: Kosten voll absetzbar

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Sind in einem Zweifamilienhaus Wohnbereich und Arbeitszimmer baulich so getrennt, dass der dazwischen liegende Bereich auch von fremden Personen genutzt wird, liegt ein außerhäusliches Arbeitszimmer vor. Vorteil: Die Werbungskosten sind in voller Höhe abziehbar, die Abzugsbeschränkung auf höchstens 1.250,00 € für ein häusliches Arbeitszimmer greift nicht.

Ein Arbeitszimmer ist außerhäuslich, wenn es seiner Lage nach nicht in die häusliche Sphäre eingebunden ist. In dem konkreten Fall waren die Arbeitsräume nur über einen separaten Hauseingang erreichbar, der auch von den Bewohnern einer sich im Haus befindlichen, fremd vermieteten Wohnung genutzt wurde. Der Kläger musste sich also, um in den Arbeitsbereich zu kommen, aus seiner Privatsphäre herausbegeben (BFH-Urteil vom 20.6.2012, IX R 56/10 ).

Die Kläger hatten von ihrer Wohnung zwei Zimmer mit WC und Flur (insgesamt 88 m2) als Büro abgetrennt, die sie als Arbeitsräume für die Verwaltung ihres umfangreichen Immobilienvermögens nutzten. Die hierauf entfallenden Kosten von fast 21.400,00 € setzten sie als Werbungskosten bei den Vermietungseinkünften an.

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