Abgetrennter Arbeitsbereich ist kein Arbeitszimmer

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Ein büromäßig eingerichteter Arbeitsbereich, der durch einen Raumteiler vom Wohnbereich abgetrennt ist, ist kein häusliches Arbeitszimmer. Folge: Es werden keine Werbungskosten oder Betriebsausgaben dafür anerkannt.

Das entschied der 8. Senat des BFH in Übereinstimmung mit dem Beschluss des Großen Senats des BFH vom 27.7.2015, Az. GrS 1/14.

Der jetzt entschiedene Fall betraf einen selbstständigen Architekten, der einen Teil seines Wohn- und Esszimmers mit einem Sideboard abgeteilt und zum Arbeitsbereich erklärt hatte. Er vertrat die Auffassung, der Arbeitsbereich müsse einem nahezu ausschließlich betrieblich genutzten abgeschlossenen Raum gleichgestellt werden und setzte in seiner Steuererklärung Betriebsausgaben dafür an.

Diese Ansicht teilten die Finanzrichter nicht: Die Abgrenzung durch das einen Meter hohe Sideboard mit daneben liegendem Durchgang zum Rest des Zimmers sei einem durch Wände und Türen abgeschlossenen Raum nicht gleich zu erachten, erklärten sie (BFH-Urteil vom 22.3.2016, Az. VIII R 10/12).

Arbeitszimmer: Diese Kosten sind steuerlich absetzbar

In diesem Beitrag erfahren Sie alles, was Sie rund um beruflich genutzte Räume wissen müssen, beispielsweise

  • wie Sie Ihr Arbeitszimmer als außerhäuslichen Raum gestalten und so die Kosten unbegrenzt absetzen können,

  • welche Arbeitszimmerkosten Sie während der Elternzeit oder bei Aus- und Fortbildung geltend machen können,

  • welche Kosten neben Abschreibungen, Miete und Reinigungskosten noch abzugsfähig sind,

  • wie und ab wann Sie das Arbeitszimmer in der Steuererklärung geltend machen.

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