Computerzeitschriften nur selten Werbungskosten

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Aufwendungen für Computerzeitschriften sind nur dann Werbungskosten, wenn der Steuerpflichtige ausreichend darlegt, dass er die konkreten Zeitschriften weitaus überwiegend beruflich nutzt.

Der als Netzwerkadministrator in einem weltweit operierenden Unternehmen tätige Kläger setzte in seiner Einkommensteuererklärung Kosten für diverse Computerzeitschriften als Fachliteratur an. Konkret ging es um PC-Welt, PC-Magazin und c't. Begründung: Um seine Tätigkeit auszuüben, müsse er sich ständig im IT-Bereich fortbilden.

Das Finanzamt folgte dem nicht und strich die Kosten. Die Richter des Finanzgerichts Münster sahen das genauso (FG Münster vom 21.7.2013, 5 K 2767/13 E ). Grund: Der Kläger habe nicht ausreichend dargelegt, dass er die konkreten Zeitschriften weitaus überwiegend beruflich verwendet hat. Ein allgemeiner Hinweis auf die Notwendigkeit der Weiterbildung genügt hierfür nicht.

Nach der Sichtung aktueller Ausgaben der genannten Zeitschriften kamen die Richter zu dem Ergebnis, dass diese zu einem erheblichen Teil Artikel enthalten, die auch für private Computernutzer von Interesse sind, etwa in Bezug auf Computerspiele oder E-Bay-Verkäufe. Sie vermitteln nicht in erster Linie beruflich nutzbares Fachwissen, sondern sind in einer für Laien verständlichen und unterhaltsamen Sprache abgefasst.

Zwar werden auch Soft- und Hardware-Produkte vorgestellt, die für eine professionelle Anwendung gedacht sind. Die Artikel sind jedoch so verfasst, dass sie sich auch an interessierte Privatnutzer richten und einen allgemeinen Marktüberblick vermitteln.

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