Schulgeld für Privatschule in der Schweiz führt nicht zu Sonderausgaben

 - 

Wer in Deutschland lebt und sein Kind in der Schweiz auf eine Privatschule schickt, darf das Schulgeld in der Steuererklärung nicht als Sonderausgaben geltend machen.

Für Privatschulen gezahltes Schulgeld ist zwar grundsätzlich im Rahmen der Sonderausgaben abzugsfähig – das gilt jedoch nur für Schulen, die sich in einem Mitgliedstaat der EU oder des EWR befinden. Da die Schweiz aber weder Mitglied der EU noch des EWR ist, kann das Schuldgeld nicht steuerlich geltend gemacht werden.

Das entschied der BFH und erklärte, ein Anspruch auf Gleichbehandlung könne auch nicht aus dem Freizügigkeitsabkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und der Schweiz vom 21.6.1999 (BGBl. 2001 II 811) abgeleitet werden, da dessen Schutzbereich keinen vergleichbaren umfassenden Schutz vor Diskriminierung grenzüberschreitender Sachverhalte gewährt. Da die Rechtslage eindeutig sei, werde man den Fall zudem nicht dem EuGH vorlegen (BFH-Urteil vom 9.5.2012, X R 3/11 ).

So ist die Lage innerhalb der EU

Der EuGH hat 2007 entschieden, dass es gegen die Dienstleistungsfreiheit verstößt, wenn ein Staat Schuldgeldzahlungen an inländische Schulen zum Sonderausgabenabzug zulässt, Zahlungen an Privatschulen in anderen Mitgliedstaaten jedoch nicht.

Durch das Jahressteuergesetz 2009 war daraufhin in Deutschland rückwirkend die Abziehbarkeit von Schulgeldzahlungen an solche Schulen eingeführt worden, die sich in der EU oder im EWR befinden.

Weitere News zum Thema

  • Steuerliche Behandlung von Dienst(Elektro-)Fahrrädern

    [] Wer vom Arbeitgeber ein Fahrrad oder E-Bike überlassen bekommt, das auch privat benutzt werden darf, muss einen geldwerten Vorteil versteuern. Die Finanzministerien der Länder haben sich dazu geäußert, was dabei zu beachten ist. mehr

  • Rabatte beim Pkw-Kauf sind kein steuerpflichtiger Arbeitslohn

    [] Wenn ein Autohersteller den Arbeitnehmern eines verbundenen Unternehmens dieselben Rabatte beim Autokauf gewährt, wie sie seine eigenen Mitarbeitern im Rahmen des Werksangehörigenprogramms erhalten, dann handelt es sich dabei nicht um steuerpflichtigen Arbeitslohn. mehr

  • Aufgepasst bei Arbeitsverhältnissen zwischen Ehegatten

    [] Auch Arbeitnehmer können andere Personen als Mitarbeiter anstellen, damit sie sie bei ihren Aufgaben unterstützen. Bei einem solchen Unterarbeitsverhältnis können Sie die Lohnkosten Ihrer Mitarbeiter als Werbungskosten abziehen. Allerdings schaut das Finanzamt genau hin, wenn Sie Familienangehörige als Mitarbeiter beschäftigen. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.

Frohe Ostern!

Bis Ostermontag 20% auf alles in unserem Onlineshop

Geben Sie einfach nachfolgenden Code bei Ihrer Bestellung ein:

OSTERN-2019

Jetzt sparen
Dieses Angebot ist nicht mit anderen Rabatten kombinierbar.