DAAD-Stipendium schließt Werbungskostenabzug aus

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Studienkosten können nicht als (vorweggenommene) Werbungskosten in der Steuererklärung geltend gemacht werden, wenn die Kosten im Rahmen eines Stipendiums steuerfrei erstattet wurden.

Dies entschied das FG Köln im Fall eines Rechtsanwalts, der für sein Aufbaustudium zum Master of Laws in den USA ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) erhielt.

Der Rechtsanwalt machte in seiner Steuererklärung die gesamten Kosten des Studiums in Höhe von etwa 30.000 Euro als Werbungskosten geltend – hatte aber 22.000 Euro steuerfrei vom DAAD erstattet bekommen.

Das Finanzamt berücksichtigte nur die nicht erstatteten 8.000 Euro. Dagegen wehrte sich der Rechtsanwalt mit dem Argument, die Stipendiumsleistungen des DAAD seien steuerlich wie Unterhaltszahlungen der Eltern zu behandeln und die Studienkosten deshalb in vollem Umfang abziehbar.

Das FG Köln teilte jedoch die Meinung des Finanzamts und vertrat die Auffassung, dass der Rechtsanwalt im Ergebnis keine Aufwendungen getragen habe, soweit ihm die Kosten durch das Stipendium steuerfrei erstattet worden seien. In dieser Höhe sei er durch die Ausgaben nicht wirtschaftlich belastet gewesen und könne folglich auch keine Werbungskosten geltend machen (FG Köln, Urteil vom 20.05.2016, Az. 12 K 562/13).

Der Senat hat wegen der grundsätzlichen Bedeutung des Verfahrens gegen sein Urteil die Revision zum Bundesfinanzhof in München zugelassen.

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