Verschärfung bei Vergütungen für ehrenamtliche Tätigkeit auf 2013 verschoben

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Ab 1.4.2012 sollten pauschal gezahlte Vergütungen für Ehrenämter umsatzsteuerpflichtig werden. Das BMF hat nun die Anwendung der neuen Vorschriften auf 1.1.2013 verschoben.

Gleich zu Jahresanfang wurden Vereine und Verbände geschockt durch das BMF-Schreiben vom 2.1.2012. Denn darin wurde unter anderem festgelegt, dass Vergütungen für ehrenamtliche Tätigkeiten, die unabhängig vom tatsächlichen Zeitaufwand als Pauschale gezahlt werden, nicht unter die Steuerbefreiung des § 4 Nr. 26b UStG fallen, sondern in vollem Umfang umsatzsteuerpflichtig sind. Das sollte bereits für Umsätze ab dem 1.4.2012 gelten.

Kritik an kurzer Umsetzungsfrist war erfolgreich

An der Neuregelung, vor allem an der kurzen Frist zur Umsetzung der neuen Vorschriften, haben neben dem Deutschen Fußballbund auch viele andere betroffene Vereine und Verbände sowie Steuerberater Kritik geübt. Schließlich würden sich daraus erhebliche Auswirkungen für die verschiedensten ehrenamtlichen Vergütungen im Sport- und Kulturbereich ergeben, die bisher nicht genau nach Zeitaufwand abgerechnet werden.

Anwendungszeitpunkt auf den 1.1.2013 verschoben

Darauf hat die Finanzverwaltung reagiert und den Anwendungszeitpunkt für die Rechtsänderungen verschoben vom 1.4.2012 auf den 1.1.2013 (BMF-Schreiben vom 21.3.2012, BStBl. 2012 I S. 344). Es ist durchaus denkbar, dass es bis dahin auch noch zu inhaltlichen Korrekturen in Bezug auf die neuen Dokumentationspflichten kommt.

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