Ehrenamt: Höhere Freibeträge und Erleichterungen für Vereine geplant

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Die Bundesregierung will die Arbeit der Ehrenamtlichen besser unterstützen und hat daher ein Gesetz zur Stärkung des Ehrenamtes auf den Weg gebracht. Wenn der Bundesrat zustimmt, kann es rückwirkend zum 1.1.2013 in Kraft treten.

Durch das Gesetz soll die steuer-und sozialabgabefreie Übungsleiterpauschale um 300 € auf jährlich 2.400 € steigen, die allgemeine Ehrenamtspauschale um 220 € auf 720 € pro Jahr.

Die zivilrechtliche Haftung von ehrenamtlich tätigen Vereinsmitgliedern und Mitgliedern von Vereinsorganen (Vergütung bis maximal 720 €/Jahr) soll beschränkt werden. Sie sollen nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit haften. Diese Haftungsbeschränkung galt bisher nur für Mitglieder des Vorstands.

Die Bundesregierung schreibt, dass von den höheren Freibeträgen sowie vom geringeren bürokratischen Aufwand 100.000 im Ehrenamt Aktive profitieren.

Frist zur Mittelverwendung soll verlängert werden

Bisher müssen Vereine und andere gemeinnützige Organisationen ihre Einnahmen grundsätzlich im folgenden Jahr für ihre gemeinnützigen Zwecke ausgeben. Diese Frist soll um ein Jahr verlängert werden, sodass Vereine künftig zwei Jahre Zeit haben, um ihr durch Mitgliedsbeiträge, Zuschüsse, Spenden oder Veranstaltungen eingenommenes Geld auszugeben. Auch die Bildung einer freien Rücklage soll erleichtert werden.

Damit wird die bisherige Verwaltungspraxis zur Wiederbeschaffungsrücklage soll gesetzlich festgeschrieben werden. Die Rücklagenbildung für teurere Ersatzinvestitionen, zum Beispiel einen neuen Vereinsbus, ist damit legal.

Sportveranstaltungen: Höhere Umsatzgrenze

Die Umsatzgrenze für Sportveranstaltungen soll von 35.000 auf 45.000 € erhöht werden. Erst bei höheren Umsätzen müssen alle Veranstaltungen voll versteuert werden. Das spart insbesondere kleineren Vereinen bürokratischen Aufwand.

Zeitplan für das Gesetz

Die Bundesregierung hatte den Gesetzentwurf schon im Oktober 2012 auf den Weg gebracht. Das Gesetz soll rückwirkend zum 1.1.2013 in Kraft treten. Vorher muss noch der Bundesrat zustimmen. Er wird sich voraussichtlich im März damit befassen.

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