Der 400-Euro-Job wird zum 450-Euro-Job

Nach zehn Jahren steigt endlich die Verdienstgrenze für Minijobs: Ab dem 1.1.2013 dürfen Minijobber 450 € pro Monat verdienen. Für Midijobs steigt die Grenze auf 850 €.

Eine wichtige Änderung gibt es in diesem Zusammenhang beim Thema Rentenversicherung: Künftig sind die Minijobber automatisch Mitglied in der gesetzlichen Rentenversicherung – mit dem entsprechenden Beitragssatz.

Bisher gilt: Der Arbeitgeber des Minijobbers zahlt pauschal 15 % Beitrag an die Rentenversicherung. Der Minijobber kann aufstocken und den Differenzbetrag zum normalen Rentenversicherungsbeitrag selbst zahlen. Davon machen allerdings die wenigsten Minijobber Gebrauch.

Auch mit der neuen Regelung fällt die Rente mager aus: Bei einem Lohn von monatlich 450 € erhält ein Minijobber nach 45 Jahren Arbeit lediglich 205,70 € Rente pro Monat.

Zurzeit haben mehr als sieben Millionen Menschen einen Minijob, 2,5 Millionen von ihnen üben das geringfügige Beschäftigungsverhältnis neben ihrem Hauptjob aus.

Die Neuregelungen gelten für alle Minijob-Verhältnisse, die ab dem 1.1.2013 abgeschlossen werden. Für bereits bestehende Minijobverhältnisse soll es Bestandsschutz- und Übergangsregelungen geben.

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