Wird bei Arbeitgeberdarlehen zu viel versteuert?

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Der Zinssatz für Darlehen hat in den letzten Jahren einen historischen Tiefststand erreicht. Bei vielen zinsverbilligten Darlehen, die Sie von Ihrem Arbeitgeber erhalten, ist der Zinsvorteil daher gering. Trotzdem geht das Finanzamt - seit dem Jahr 2004 unverändert - von einer steuerpflichtigen Zinsersparnis aus, wenn der Zinssatz für das Arbeitgeberdarlehen unter 5% liegt (R 31 Abs. 11 LStR 2005).

Gegen diese Vorgehensweise hat ein Arbeitnehmer aus Nordrhein-Westfalen geklagt. Die zuständigen Finanzrichter halten es zwar grundsätzlich für zulässig, dass die Finanzverwaltung einen durchschnittlichen Vergleichszinssatz für die Ermittlung des Zinsvorteils festsetzt. Dieser Zinssatz müsse aber jährlich auf seine Realitätsnähe hin überprüft werden (FG Köln vom 10.3.2005, EFG 2005 S. 1183; Az. der Revision VI R 32/05). Und genau das hat die Finanzverwaltung in den letzten Jahren wohl versäumt. Jetzt muss der Bundesfinanzhof entscheiden.

Steuertipp
Als Betroffener sollten Sie gegen Ihren Steuerbescheid Einspruch einlegen und unter Hinweis auf die beim Bundesfinanzhof anhängige Revision Ruhen des Verfahrens beantragen.

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