Warengutschein statt Urlaubsgeld: Da freut sich der Fiskus!

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Urlaubsgeld, das nicht in bar ausgezahlt wird, sondern in Form von Warengutscheinen, ist nicht steuerlich begünstigt.

Denn das in Form von Warengutscheinen ausgezahlte Urlaubsgeld ist nicht als Barlohn zu behandeln, sondern als Sachlohn.

Im entschiedenen Fall hatten Arbeitgeber und Betriebsrat vereinbart, dass sich die Arbeitnehmer das tariflich zustehende Urlaubsgeld auch ganz oder zum Teil als Warengutschrift "auszahlen" lassen konnten. Entschied sich ein Mitarbeiter für diese Möglichkeit, dann erhielt er anstatt des Geldes entsprechende Waren-Gutschriften. Diese konnten bis zum Jahresende in allen Filialen des Arbeitgebers eingelöst werden - eine Barauszahlung war nicht möglich.

Damit ist natürlich auch ein Konflikt mit dem Rabattfreibetrag programmiert. Der BFH hebt daher in seiner Urteilsbegründung hervor, dass die besondere Rabattbesteuerung für Sachbezüge (§ 8 Abs. 3 Satz 2 EStG) voraussetze, dass der Anspruch des Arbeitnehmers originär auf Sachlohn gerichtet sei. Habe stattdessen der Arbeitnehmer wie hier einen auf Geld gerichteten Anspruch und verwende er diesen zum Erwerb der entsprechenden Ware oder Dienstleistung, sei dies Barlohn, der zum Erwerb einer Sache - im Streitfall eines Gutscheines - verwendet werde und kein Sachlohn (BFH, Urteil vom 6.3.2008, Az. VI R 6/05).

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