Vorwegabzug: Auch für nachträglichen Arbeitslohn wird gekürzt

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Bei Rentnern, Pensionären und Selbstständigen ist meist die alte Berechnungsmethode für den Abzug der Versicherungsbeiträge  günstiger. Das liegt vor allem daran, dass  für diese Personengruppen der Vorwegabzug nicht gekürzt wird. Unklar war bisher, ob der Vorwegabzug zu kürzen ist für Arbeitslohn, der aus einem früheren Beschäftigungsverhältnis stammt.

Diese Frage hat der Bundesfinanzhof nun leider zuungunsten der Steuerzahler entschieden. Nach Meinung der obersten Steuerrichter wird bei für Vorjahre nachgezahltem Arbeitslohn der Vorwegabzug auch dann gekürzt, wenn im Jahr der Zahlung die Voraussetzungen für die Kürzung des Vorwegabzugs nicht mehr vorliegen. Entscheidend ist, dass der Arbeitslohn aus einem Beschäftigungsverhältnis stammt, bei dem Sie die Voraussetzungen für die Kürzung des Vorwegabzugs erfüllt haben.

In die Berechnung für die Kürzung des Vorwegabzugs werden einbezogen:

  • Bei einem Ruhestandsbeamten die Nachzahlung von Bezügen für vorangegangene Jahre, in denen er noch in einem aktiven Beamtenverhältnis gestanden hatte (BFH- Urteil vom 14.5.2006, Az. X R 19/05, BFH/NV 2006 S. 2049);
  • Die Zahlung einer Abfindung für ein im Vorjahr beendetes Arbeitsverhältnis (BFH-Urteil vom 26.9.2006, Az. X R 7/05, BFH/NV 2007 S. 34)
  • Die von einem Werkspensionär bezogene Gratifikation und Erfolgsbeteiligung aus einem früheren Arbeitsverhältnis (BFH-Urteil vom 20.12.2006, Az. X R 38/05).

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