Vom Arbeitgeber übernommene Kurkosten sind Arbeitslohn

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Die Kosten einer Kur können nur einheitlich beurteilt werden. Eine Aufteilung in Arbeitslohn und eine Zuwendung im betrieblichen Eigeninteresse, die nicht der Lohnsteuer unterliegt, ist nicht möglich.

Das geht aus einem Urteil des BFH hervor. Eine Kur könne nur einheitlich beurteilt und nicht in betriebsfunktionale Bestandteile und Elemente mit Vorteilscharakter unterteilt werden, entschieden die Richter.

Der Fall: Ein Fluglotse war arbeitsvertraglich dazu verpflichtet, sich auf Verlangen seines Arbeitgebers in regelmäßigen Abständen einer Regenerierungskur zu unterziehen. Im Streitjahr verbrachte der Flugloste eine entsprechende vierwöchige Kur in einem Hotel in Timmendorfer Strand. Die Kosten dafür übernahm sein Arbeitgeber. Das Finanzamt erfasste diese Aufwendungen als zusätzlichen Arbeitslohn und bekam jetzt vom BFH Recht.

Vorteile, die der Arbeitgeber aus eigenbetrieblichem Interesse gewährt, sind nur dann kein Arbeitslohn, wenn eine Gesamtwürdigung ergibt, dass der mit der Vorteilsgewährung verfolgte betriebliche Zweck ganz im Vordergrund steht.

Bei einer gemischt veranlassten Zuwendung ist eine Aufteilung in Arbeitslohn und Zuwendung im betrieblichen Eigeninteresse möglich. Der im betrieblichen Eigeninteresse übernommene Anteil ist dann kein Arbeitslohn und ist daher auch nicht steuerpflichtig. In der Übernahme von Kurkosten durch den Arbeitgeber hat der BFH jedoch bislang grundsätzlich Arbeitslohn gesehen. Von dieser Auffassung weicht er auch im jetzt entschiedenen Fall nicht ab (BFH, Urteil vom 11.3.2010, Az. VI R 7/08).

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