Vermögensbeteiligungen: Bei Verträgen zwischen dem 1.1.2009 und dem 31.3.2009 müssen Sie handeln

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Vor allem bei größeren Unternehmen haben Sie als Arbeitnehmer die Möglichkeit, Vermögensbeteiligungen zu erwerben. Es gibt sie zum Beispiel in Form von Aktien, Genussscheinen oder stillen Beteiligungen. Der Arbeitgeber überlässt den Arbeitnehmern die Vermögensbeteiligungen oft verbilligt zu einem Vorzugspreis oder sogar unentgeltlich.

Weicht der Preis, zu dem Sie die Vermögensbeteiligung erwerben, von deren Wert ab, entsteht ein geldwerter Vorteil. Deshalb müssen Sie den Unterschiedsbetrag zwischen Preis und Wert versteuern. Der geldwerte Vorteil aus der verbilligten oder unentgeltlichen Überlassung der Vermögensbeteiligung ist steuer- und sozialabgabenfrei bis zu 360 Euro (§ 3 Nr. 39 EStG).

Die frühere Förderung nach § 19a EStG hat der Gesetzgeber zum 1.1.2009 abgeschafft, der neue § 3 Nr. 39 EStG gilt aber erst ab 1.4.2009. Daraus ergeben sich Besonderheiten für Vermögensbeteiligungen, die zwischen dem 1.1.2009 und dem 1.4.2009 überlassen wurden. Auswirkungen hat das beim Lohnsteuerabzug 2009 bzw. in Ihrer Einkommensteuererklärung 2009:

  • Hat der Arbeitgeber in diesem Zeitraum Vermögensbeteiligungen nach § 3 Nr. 39 EStG überlassen, kann er den Lohnsteuerabzug nachträglich zu Gunsten des Arbeitnehmers ändern, indem er den höheren Freibetrag von 360 Euro berücksichtigt.
    Tut Ihr Arbeitgeber das nicht, müssen Sie als Arbeitnehmer in Ihrer Steuererklärung den höheren Freibetrag von 360 Euro ansetzen. Allerdings ist dann die Sozialabgabenfreiheit der Vermögensbeteiligung verloren. Sie sollten deshalb bei Ihrer Personalabteilung darum bitten, den höheren Freibetrag von 360 Euro bereits beim Lohnsteuerabzug zu berücksichtigen.
  • Hat der Arbeitgeber dagegen zwischen dem 1.1.2009 und dem 1.4.2009 eine Vermögensbeteiligung nach § 19a EStG überlassen oder vor dem 1.4.2009 eine entsprechende Vereinbarung getroffen, gilt diese Förderung wegen des Bestandsschutzes bis einschließlich 2015 weiter. Es bleiben dann 135 Euro pro Jahr steuerfrei, jedoch maximal die Hälfte des Wertes der Beteiligung. Darunter fallen vor allem über Gehaltsumwandlung finanzierte Vermögensbeteiligungen, die nach dem neuen § 3 Nr. 39 EStG nicht mehr begünstigt sind.

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