Umsatzkrise? Beantragen Sie eine Herabsetzung der Vorauszahlungen!

 - 

Selbstständige und Freiberufler müssen regelmäßig Vorauszahlungen auf die Einkommensteuer an das Finanzamt abführen. Die Berechnung erfolgt anhand der Umsätze im Vorjahr. Laufen Ihre Geschäfte heute schlechter, sollten Sie sich um eine Anpassung kümmern!

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat in einem Brief an die Finanzminister der Länder darum gebeten, dass die Finanzämter in Krisenzeiten kulanter gegenüber kleinen und mittleren Unternehmern sein sollen.

Konkret heißt das: Die Finanzämter sollen vor allem bei Anträgen auf Stundung, Erlass, Vollstreckungsaufschub oder Anpassung der Steuervorauszahlungen ihren Ermessenspielraum möglichst weitgehend ausschöpfen – und zwar zugunsten der von der Finanzkrise betroffenen Selbstständigen.

Anlass für den Brief sind Beschwerden von Kleinunternehmern und Selbstständigen, die unter Umsatzeinbrüchen leiden, aber dennoch an die Finanzbehörden vierteljährliche Steuervorauszahlungen leisten müssen, die sich am wesentlich besseren Jahr 2008 orientieren.

Steuertipps

Festgesetzte Steuervorauszahlungen können im Laufe eines Kalenderjahrs immer an veränderte Verhältnisse angepasst werden. Selbstständige, die bereits jetzt für das Jahr 2009 einen rückläufigen Gewinn oder einen Jahresverlust prognostizieren, sollten umgehend bei ihrem Finanzamt eine angemessene Herabsetzung ihrer Einkommensteuer-Vorauszahlungen unter Nennung der Gründe beantragen.

Steht Ihnen momentan kein Geld zur Verfügung, um aufgrund eines Steuerbescheids fällige Steuern zu zahlen? Dann können Sie beim Finanzamt einen Antrag auf Stundung stellen. Begründen Sie das damit, dass die Steuerzahlung für Sie aus wirtschaftlichen Gründen eine erhebliche Härte bedeuten würde, weil Sie dadurch in ernsthafte Liquiditätsschwierigkeiten kommen würden. Machen Sie auch gleich einen Vorschlag für eine mehrmonatige Ratenzahlung, damit das Finanzamt sieht, dass bei einer Stundung der Steueranspruch nicht gefährdet ist.

Weitere News zum Thema

  • Steuererklärung: Auch für Auszubildende ein wichtiges Thema!

    [] Für viele Auszubildende hat gerade das erste Ausbildungsjahr begonnen. Gehörst Du auch dazu? Dann gib dem Finanzamt nicht mehr von Deinem Lohn ab als unbedingt nötig! Bei uns erfährst Du, wie Du mit kleinen und größeren Ausgaben (die Du bestimmt hast) Deine Steuern drücken kannst. mehr

  • Weniger Steuern auf Überstunden für mehrere Jahre

    [] Wer Lohn für mehrere Jahre nachgezahlt bekommt, profitiert dank der sogenannten Fünftel-Regelung von einem niedrigeren Steuersatz. Das muss auch für die Auszahlung von Überstunden gelten, die über mehrere Jahre angesammelt wurde, sagt das FG Münster. mehr

  • Vorsicht bei elektronischen Fahrtenbüchern!

    [] Sowohl beim Arbeitnehmer als auch beim Unternehmer wird die Möglichkeit der privaten Nutzung eines firmeneigenen Fahrzeuges besteuert. Grundsätzlich existiert hier die sogenannte 1%-Regelung, die jedoch oft die teurere Variante ist. Als Alternative bietet sich daher die Führung eines Fahrtenbuches an. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.