Umsatzbeteiligung bei Angestellten ist einmalig gezahltes Arbeitsentgelt

 - 

Zahlungen für die Umsatzbeteiligung eines Angestellten sind kein laufender Arbeitslohn. Sie müssen deshalb als einmalig gezahltes Arbeitsentgelt abgerechnet werden.

Ein selbständiger Zahnarzt beschäftigte in seiner Praxis einen angestellten Zahntechniker, der neben seinem Festgehalt eine Umsatzbeteiligung erhielt. Die Abschlagszahlungen und die Endzahlungen für die Umsatzbeteiligung wurden in einigen größeren Beträgen gezahlt. Der Arbeitgeber berücksichtigte diese Zahlungen in der Gehaltsabrechnung jeweils als laufenden Arbeitslohn, berechnete also Beiträge bis zur Beitragsbemessungsgrenze des einzelnen Monats.

Bei einer Betriebsprüfung beanstandete die Deutsche Rentenversicherung (DRV) diese Behandlung. Sie ordnete die Umsatzbeteiligung als einmalig gezahltes Arbeitsentgelt ein, verteilte die Zahlungen rechnerisch jeweils auf die Monate bis zum Zeitpunkt der Zahlung und forderte dementsprechend Sozialversicherungsbeiträge nach. Das Bundessozialgericht bestätigte diese Auffassung (BSG, Urteil vom 3.6.2009, Az. B 12 KR 18/08R).

Weitere News zum Thema

  • Für den Arbeitgeber im Ausland: Welches Steuerrecht gilt?

    [] Die Antwort hängt natürlich von vielen Faktoren ab und kann daher unterschiedlich ausfallen. Wir zeigen Ihnen heute den Fall eines Arbeitnehmers, der bei einem in Deutschland ansässigen Unternehmen angestellt war und im Streitjahr gut drei Monate in Großbritannien für ein dort ansässiges Unternehmen tätig wurde, das zum selben Konzern gehörte. mehr

  • Dienstfahrrad statt Dienstwagen

    [] Schon seit 2012 ist geregelt, wie Dienstfahrräder steuerlich behandelt werden. So langsam kommen Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf den Geschmack und nehmen das Angebot an. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.