Übernahme von Studiengebühren: Sozialversicherungspflichtiger Arbeitslohn

 - 

Die Sozialversicherungsträger haben klargestellt, dass die Übernahme von Studiengebühren jeder Art durch den Arbeitgeber als sozialversicherungspflichtiger Arbeitslohn zu behandeln ist. Der Fiskus ist großzügiger: Lohnsteuer ist nicht fällig.

Immer mehr Arbeitnehmer studieren parallel zu ihrer Beschäftigung. Übernimmt dann der Arbeitgeber Studiengebühren, beispielsweise beim Studium an einer Berufsakademie, muss er darauf keine Lohnsteuer abführen. Denn bei einem Ausbildungsdienstverhältnis geht man von einem eigenbetrieblichen Interesse des Arbeitgebers aus. Dem Fiskus fällt es leicht, hier großzügig zu sein, da andernfalls ja der Arbeitnehmer seine Kosten als Werbungskosten steuerlich geltend machen könnte.

Diese Betrachtung gilt leider nicht für die Sozialversicherung. Die Sozialversicherungsträger haben klargestellt, dass die Übernahme von Studiengebühren jeder Art durch den Arbeitgeber als sozialversicherungspflichtiger Arbeitslohn zu behandeln ist (Besprechung vom 7./8.5.2008).

Strenger gehandhabt werden seit 2008 auch berufliche Weiterbildungsleistungen externer Unternehmer. Geht die Rechnung dafür an den Arbeitnehmer und erstattet ihm der Arbeitgeber die Kosten, gilt das ebenfalls als steuer- und sozialversicherungspflichtiger Arbeitslohn. Deshalb sollte besser direkt gegenüber dem Arbeitgeber abgerechnet werden. Zusätzlicher Pluspunkt ist gegebenenfalls der Vorsteuerabzug daraus (Erlass des Finanzministeriums Nordrhein-Westfalen vom 31.10.2007).

Weitere News zum Thema

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.