Trinkgeld aus Spielbanktronc ist steuerpflichtig

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Trinkgeld setzt eine Beziehung zwischen Geber und Empfänger voraus. Die ist bei einem Spielbanktronc nicht gegeben, meint der BFH. Folge: Die Empfänger müssen das Geld versteuern.

Der Fall: Ein Spielbank-Angestellter erhielt neben seinem Festgehalt auf Grundlage des Tarifvertrags einen Anteil am Troncaufkommen in Höhe von rund 18.200 Euro. Er betrachtete die Zahlung als Trinkgeld, das er nicht zu versteuern brauchte.

Das Urteil: Der BFH sieht hier in der (anteiligen) Auszahlung des Troncaufkommens keine "trinkgeldtypische persönliche Beziehung zwischen Arbeitnehmer und Spielbankbesucher". Denn das Spielbankengesetz des betroffenen Bundeslandes verbot die Annahme von Trinkgeldern. Spielbankbesucher konnten jedoch Trinkgelder in Form von Jetons in zu diesem Zweck aufgestellte Behälter geben. Die Jetons mussten unmittelbar an den Arbeitgeber weitergeleitet werden.

Damit, so die Richter, fehlte die Voraussetzung des § 3 Nr. 51 EStG: Die Trinkgelder wurden nicht "vom Dritten“ an den Arbeitnehmer gegeben. Das ausbezahlte Geld kam vom Arbeitgeber und ist daher steuerpflichtig (BFH, Urteil vom 18.12.2008, Az. VI R 49/06).

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