Selbstständige Tätigkeit bei Reiseleitern

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Besonders bei kurzfristig beschäftigten Reiseleitern geht das Finanzamt oft von nicht selbstständigen Einkünften aus. Dass auch selbstständige Einkünfte möglich sind, bestätigt ein Urteil des FG Hamburg. Voraussetzung für die Anerkennung: Dem Reiseleiter wird bei der Gestaltung des Reiseprogramms ein Spielraum eingeräumt und er kann sein Honorar durch zusätzliche Leistungen selbst beeinflussen.

In Hamburg hatte ein Unternehmen geklagt, das Gruppenreisen in europäische Wintersportorte durchführt. Zur Betreuung der Gäste werden Reiseleiter beschäftigt, die diese Tätigkeit in ihrer Freizeit ausüben und jeweils nur wenige Wochen eingesetzt werden. Laut Arbeitsvertrag handelt es sich um »selbstständige Leistungsträger«, die selbst entscheiden, welche Reise sie betreuen wollen. Dabei haben sie weitgehend freie Hand bei der Gestaltung von Freizeit, Skikursen etc. Daher sah sich das Gericht in seiner Meinung bestätigt: Hier handelt es sich nicht um Angestellte, sondern um Selbstständige (FG Hamburg, Urteil vom 29.6.2005, Az. II 402/03, rkr., DStRE 2005 S. 1442).

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