Sachbezüge: Versandkosten gehören zur Freigrenze

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Wenn ein Sachbezug über 44 Euro liegt, muss der Arbeitgeber darauf Lohnsteuer abführen. Was viele nicht wissen: Versand- und Verpackungskosten werden in die monatliche Freigrenze von 44 Euro mit eingerechnet!

Das entschied das FG Baden-Württemberg im Fall einer Spedition, die ihren Mitarbeitern mit Prämien für unfallfreies Fahren und den pfleglichen Umgang mit den Fahrzeugen belohnte. Die Mitarbeiter suchten sich bei einer Fremdfirma eine Prämie aus, bestellten diese, und die Rechnung ging direkt an den Arbeitgeber. Die Rechnung belief sich dabei in der Regel auf 43,99 Euro zzgl. 7,14 Euro für Verpackung und Versand. Es war also klar, dass hier die 44-Euro-Grenze nicht bekannt war, sondern auch auf jeden Fall eingehalten werden sollte.

Das Finanzamt war jedoch nach einer Außenprüfung der Meinung, dass die Grenze überschritten sei und nahm die Spedition für die nicht von ihr einbehaltene und abgeführte Lohnsteuer in Haftung.

Die Spedition hielt dagegen, die Übernahme der Versand- und Handlingskosten führe bei ihren Arbeitnehmern zu keinem geldwerten Vorteil und sei daher nicht in die Freigrenze miteinzubeziehen.

Leider teilte das Finanzgericht die die Auffassung des Finanzamts und erklärte, die Dienstleistung Verpackung und Versand sei Teil des Vorteils, den die Arbeitnehmer erhielten. Der Versand habe einen eigenen, geldwerten Vorteil, weil Verpackungskosten in Form von Material und Arbeitslöhnen anfallen und der Transport kostenpflichtig sei (FG Baden-Württemberg, Urteil vom 4.8.2016, Az. 10 K 2128/14).

Jetzt besteht noch die Hoffnung, dass der BFH das anders sieht, denn die Spedition hat Nichtzulassungsbeschwerde eingelegt (Az. VI R 32/16).

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