Rückentraining für die Angestellten: Kein Arbeitslohn

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Bietet ein Arbeitgeber seinen Angestellten die kostenlose Teilnahme an einem Rückentraining an, handelt es sich nicht um Arbeitslohn. Voraussetzung: Die Arbeitnehmer verrichten ihre Tätigkeit zum größten Teil am Schreibtisch.

Das Finanzamt dürfe die Kosten des Trainings nicht als Arbeitslohn behandeln und dafür Lohnsteuer verlangen, entschied das FG Köln in einem jetzt bekannt gewordenen Urteil. Es liege im betrieblichen Interesse des Arbeitgebers, Rückenschäden der Arbeitnehmer vorzubeugen und so Krankmeldungen zu vermeiden. Überzeugt hatte die Richter unter anderem eine Statistik, mit der das Unternehmen nachwies, dass die Fehlzeiten bei den Teilnehmern seit Einführung des Angebots um mehr als zehn Prozent gesunken waren (FG Köln, Urteil vom 27.4.2006, Az. 15 K 3887/04).

Firmen eröffnet dieses Urteil eine günstige Möglichkeit, ihren Angestellten etwas Gutes zu tun. Beachten Sie aber, dass nicht jede Mitgliedschaft in einem Fitnessclub begünstigt ist. Im entschiedenen Fall waren die Arbeitnehmer von einem Orthopäden untersucht worden. Der Arzt hatte nur dann eine Trainingsempfehlung ausgesprochen hatte, wenn tatsächlich die Gefahr einer Rückenschädigung bestand.

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