Restaurator und Grafik-Designer: Künstlerische Tätigkeit?

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Bei einem Restaurator kommt sowohl die Anerkennung einer wissenschaftlichen als auch einer künstlerischen Tätigkeit in Betracht. Wissenschaftlich tätig ist er aber nur bei der Erstellung von Gutachten. Dass die eigentliche Arbeit als Restaurator bei jedem Auftrag eine wissenschaftliche Vorbereitung erfordert, ist nicht relevant. Eine künstlerische Tätigkeit wird nur dann angenommen, wenn der Restaurator bei der Wiederherstellung des Werkes eine Lücke durch eigenschöpferische Leistung schließt (BFH-Urteil vom 4.11.2004, IV R 63/02, BStBl. 2005 II S. 362).

Ein ausgebildeter »Gebrauchs- und freier Grafiker« war selbstständig im Bereich »Werbung« tätig. Das Finanzamt betrachtete dies als gewerbliche Tätigkeit. Dagegen wehrte sich der Grafiker: Die von ihm entworfenen Werbemittel seien eigenschöpferische Leistungen, die seine individuelle Anschauungsweise und Gestaltungskraft ausdrücken. Der BFH erkannte zwar die Kreativität und die hohe technische Fähigkeit des Grafikers, blieb jedoch bei der Einordnung als gewerbliche Tätigkeit. Grund: Die zu verwendenden Materialien und Formen seien vorgegeben, ebenso der Zweck. Besonders interessant: Die Vorinstanz - das FG Düsseldorf - sprach sich selbst eine ausreichende Sachkunde zu, um das Vorliegen einer künstlerischen Tätigkeit beurteilen zu können (BFH-Beschluss vom 1.6.2006, IV B 200/04, BStBl. 2006 II S. 709).

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