Profisportler in Werbespots sind keine Künstler

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Die Künstlersozialkasse hält die Mitwirkung von Profisportlern an Werbespots für eine selbstständige Tätigkeit im Bereich der darstellenden Kunst. Damit kommt sie aber vor dem Bundessozialgericht nicht durch. Die Folge: Es fällt keine Künstlersozialabgabe an!

Argument der Künstlersozialkasse: Es handelt sich um nach einem Drehbuch gestaltete Szenen, in denen die Profisportler als Darsteller auftreten. Mit der Folge, dass für die Auftritte der Profisportler-Künstler Künstlersozialabgabe an die Künstlersozialkasse abgeführt werden muss. Das ist der Beitrag der Auftraggeber zur Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung von selbstständigen Künstlern.

Das Bundessozialgericht meint dagegen, dass Profisportler durch die Mitwirkung in Werbespots keineswegs zu Künstlern werden. Im Gegenteil: Sie werden von der werbetreibenden Wirtschaft gar nicht wegen ihrer darstellerischen Fähigkeiten engagiert, sondern nur wegen ihrer Bekanntheit in weiten Teilen der Bevölkerung. Auch ihre Vorbildfunktion bei jüngeren Konsumenten ist ein Anreiz, sie als Werbeträger zu beschäftigen (BSG, Urteil vom 24.1.2008, Az. B 3 KS 1/07 R).

Viele Unternehmer wissen nicht, dass Sie einen Beitrag zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung der von Ihnen beauftragten selbstständigen Künstler und Publizisten leisten müssen: Die Künstlersozialabgabe. So werden dann viele Auftraggeber von unerwarteten Nachzahlungen überrascht.

Informieren Sie sich in der pdf-Broschüre "Steuertipps Spezial Nr. 16: Die Künstlersozialabgabe" über dieses wichtige Thema.

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