Park and Ride mit dem Firmenwagen: Finanzamt kassiert zu viel

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Nutzen Sie Ihren Firmenwagen nur für eine Teilstrecke zur Arbeit, kann Ihnen ein neues Urteil des Bundesfinanzhofs bares Geld bringen. Denn bislang hat hier das Finanzamt nach der Pauschalmethode einen häufig viel zu hohen Nutzungswert versteuert.

Der Fall: Ein Arbeitnehmer fuhr jeden Tag 3,5 km mit dem Firmenwagen zur nächstgelegenen Bahnstation. Von dort aus nahm er die Bahn zur 118 km von der Wohnung entfernt gelegenen Arbeitsstätte. Finanzamt und zuständiges Finanzgericht kannten keine Gnade: der steuerpflichtige Nutzungswert für den Weg Wohnung - Arbeitsstätte berechnet sich nach der vollen Entfernung von 118 km. Nach der Pauschalmethode wären danach Monat für Monat steuerpflichtig: 0,03% des Listenpreises x 118 km. Frei nach dem Motto: Wer kein Fahrtenbuch führt, hat eben Pech gehabt.

Gut, dass der Steuerzahler hartnäckig blieb und vor den Bundesfinanzhof zog: Der entschied letztlich zu seinen Gunsten: Wird der Firmenwagen auf dem Weg zur Arbeit nur auf einer Teilstrecke eingesetzt, muss auch bei der Pauschalmethode nur für diese Teilstrecke von 3,5 km ein steuerpflichtiger Nutzungswert versteuert werden. Ein Nutzungsverbot des Arbeitgebers ist hierfür nicht notwendig. Als Nachweis genügt die Vorlage der auf den Arbeitnehmer ausgestellten Jahres-Fahrkarte (BFH-Urteil vom 4. 4. 2008, VI R 68/05).

Steuertipp
Als Betroffener sollten Sie unter Hinweis auf das Urteil Einspruch gegen noch nicht bestandskräftige Steuerbescheide einlegen. Wer seine Steuererklärung erst noch anfertigt: Korrigieren Sie in der Anlage N den Bruttoarbeitslohn entsprechend. Erläutern Sie auf einem Zusatzblatt Ihre Kürzung. Fügen Sie zudem die Fahrkarte(n) und eine Bescheinigung des Arbeitgebers bei, aus der hervorgeht, wie viel bislang für den Weg zur Arbeit versteuert wurde.

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