Nachwuchsförderpreis kann Arbeitslohn sein

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Ein Arbeitnehmer erhielt einen Nachwuchsförderpreis. Honoriert wurde damit nicht seine Persönlichkeit, sondern allein seine fachliche Leistung. Fazit: Das Preisgeld gehört zum Arbeitslohn.

Das entschied der BFH im Fall eines angestellten Marktleiters im Lebensmitteleinzelhandel. Der Angestellte hatte einen Förderpreis erhalten, der mit rund 5.000 Euro dotiert war. Der Preis wurde nicht vom Arbeitgeber verliehen, sondern von einem Verband. Der Arbeitgeber war jedoch Mitglied dieses Verbands.

Finanzamt und Finanzgericht gingen davon aus, dass es sich bei dem Preisgeld um Arbeitslohn handelt. Der BFH gab ihnen Recht und begründete seine Auffassung: Auch wenn der Preis nicht vom Arbeitgeber, sondern von einem Verband verliehen wird, liegt Arbeitslohn vor. Voraussetzung: Die Zuwendung ist “Frucht der Arbeit“ und steht im Zusammenhang mit dem Arbeitsverhältnis (BFH, Urteil vom 23.4.2009, Az. VI R 39/08).

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