Mitgliedsbeitrag für Golfclub ist Arbeitslohn

 - 

Übernimmt ein Arbeitgeber für einen Mitarbeiter neben der Aufnahmegebühr auch dessen Mitgliedsbeiträge für einen Golfverein, so handelt es sich dabei um steuerpflichtigen Arbeitslohn.

Das gilt auch dann, wenn der Arbeitnehmer dem Club auf Drängen des Arbeitgebers beigetreten ist.

Im entschiedenen Fall hatte eine Steuerberatungsgesellschaft argumentiert, der als Geschäftsführer tätige Mitarbeiter gehöre dem Golfverein aufgrund eines "überwiegend betrieblichen Interesses" an: Der Geschäftsführer sollte im Golfclub neue Mandanten werben.

Nach Auffassung des Niedersächsischen Finanzgerichts gehörte die Mitgliedschaft des Mannes zu dessen privatem Vergnügen. Für die Richter war dabei sogar unerheblich, ob der Geschäftsführer überhaupt selbst Golf gespielt hatte (Niedersächsisches FG, Urteil vom 25.06.2009, Az. 11 K 72/08).

Weitere News zum Thema

  • Fahrtenbuch: Ordnung muss sein!

    [] Dass ein Fahrtenbuch steuerlich nur dann erkannt wird, wenn es fortlaufend und zeitnah geführt wird, ist scheinbar noch immer nicht jedem bekannt. Anders lässt sich der folgende Fall kaum erklären. mehr

  • Sachbezugswerte für 2018

    [] Die Sachbezugswerte für freie Verpflegung und freie Unterkunft werden jedes Jahr an die Entwicklung der Verbraucherpreise angepasst. Jetzt wurden die Werte für 2018 beschlossen. mehr

  • Haben Sie mehrere Minijobs? Das müssen Sie wissen

    [] Über 3 Millionen Menschen haben mehr als einen Job. Das geht aus der Antwort der Bundesagentur für Arbeit auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linken hervor. Wir geben Ihnen einen ersten kurzen Überblick zur steuerlichen Behandlung. mehr

  • Ein trockenes Brötchen ist kein Frühstück!

    [] Was Generationen von (vor allem) Müttern ihren Kindern täglich erklären, hat jetzt das FG Münster bestätigt: Zu einem richtigen Frühstück gehören auch Wurst, Käse oder Marmelade. Und Kaffee sowieso. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.