Mit der Bahn zur Arbeit fahren, aber den Dienstwagen versteuern?

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Wer einen Dienstwagen auch privat nutzen darf und die 1%-Regelung anwendet, muss die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte zusätzlich versteuern. Sogar dann, wenn er dafür den Zug nimmt.

Der Fall: Ein Bankangestellter bekam von seinem Arbeitgeber einen Dienstwagen zur Verfügung gestellt, den er auch privat nutzen durfte. Der geldwerte Vorteil wurde nach der 1%-Methode versteuert. Im Rahmen der 1%-Methode müssen für jeden Kilometer der Fahrt zwischen Wohnung und Arbeitsstätte weiterer 0,03% des Listenpreises versteuert werden.

Der Bankangestellte nutzte seinen Dienstwagen jedoch nur für Dienstreisen zu Kunden und privat - ins Büro fuhr er mit der Bahn. Daher wollte er auch nicht 0,03% des Listenpreises für jeden Kilometer der Strecke Wohnung-Arbeitsstätte versteuern.

Das Urteil: Leider hatte der Bankangestellte vor Gericht keinen Erfolg. Denn ob ein Arbeitnehmer seinen Dienstwagen für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte tatsächlich nutzt, ist dem Gesetz egal. Es kommt allein darauf an, dass der Wagen auch für diesen Zweck zur Verfügung steht (Hessisches Finanzgericht, Urteil vom 26.3.2007, Az. 11 K 1844/05).

Wenn Sie für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte nicht Ihren Dienstwagen benutzen und der Versteuerung entgehen möchten, bleibt Ihnen nur eines: Sie müssen ein Fahrtenbuch führen.

Der Kläger hat gegen dieses Urteil Nichtzulasssungsbeschwerde beim BFH eingelegt (Aktenzeichen. des BFH: VI B 53/07).

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