Lohnsteuertabellen 2016 hier kostenlos herunterladen

 - 

Monat für Monat zieht der Arbeitgeber Lohnsteuer von Ihrem Arbeitslohn ab. Die Berechnung der Lohnsteuer ist zwar nicht Ihre Aufgabe, sondern die des Arbeitgebers. Trotzdem gibt es Fälle, in denen Sie Ihre Lohnsteuer selbst ermitteln wollen.

Das kann zum Beispiel der Fall sein, weil Sie wissen wollen,

  • ob der Arbeitgeber die Lohnsteuer korrekt berechnet hat oder

  • wie hoch die Lohnsteuer bei einer Gehaltserhöhung sein wird oder

  • um wie viel die Lohnsteuer sinkt, wenn ein Freibetrag berücksichtigt wird.

In der Regel ermittelt der Arbeitgeber die abzuführende Lohnsteuer elektronisch mittels Berechnungsprogramm. Führt der Arbeitgeber ausnahmsweise eine manuelle Lohnabrechnung durch, benutzt er Lohnsteuertabellen, die nach amtlichen Vorgaben erstellt werden.

→ Direkt zum Download der kostenlosen Lohnsteuertabellen für 2016

In der Tabelle drucken wir nur jeden dritten Wert der amtlichen Tabellen ab. Da diese Tabellensprünge aufweisen, kann die vom Arbeitgeber einbehaltene Monatslohnsteuer von der in den Tabellen ausgewiesenen abweichen.

So wenden Sie die Tabellen an:

  • Schritt 1: Wählen Sie die maßgebende Monatslohnsteuertabelle aus

    Es gibt zwei Tabellen: die allgemeine und die besondere Monatslohnsteuertabelle. Der Unterschied liegt in der eingearbeiteten Vorsorgepauschale:

    • Allgemeine Monatslohnsteuertabelle: Rentenversicherungspflichtige Angestellte, die in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung pflicht- oder freiwillig versichert sind, erhalten die ungekürzte Vorsorgepauschale. Für sie gilt deshalb die allgemeine Monatslohnsteuertabelle, die sich automatisch jedes Jahr ändert.

      Bei Angestellten, die privat krankenversichert sind, können die Krankenkassenbeiträge nicht pauschal berücksichtigt werden. Deshalb wird die abzuführende Lohnsteuer in einer Nebenrechnung gesondert berechnet.

    • Besondere Monatslohnsteuertabelle: Nicht sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer (insbesondere Beamte und Pensionäre) erhalten nur die Mindestvorsorgepauschale. Für sie gilt die besondere Monatslohnsteuertabelle, die sich nicht automatisch jedes Jahr ändert.

      Der Arbeitgeber führt eine geringere Lohnsteuer ab, wenn Ihre Beiträge zur privaten Basiskranken- und Pflegepflichtversicherung höher sind als die in die Tabelle eingearbeitete Mindestvorsorgepauschale.

  • Schritt 2: Bestimmen Sie Ihre Steuerklasse

  • Schritt 3: Ermitteln Sie Ihren steuerpflichtigen Arbeitslohn

    Mit den vorliegenden Tabellen lässt sich ausschließlich die Monatslohnsteuer für laufende steuerpflichtige Monatsbezüge berechnen: Das sind Lohn / Gehalt und Versorgungsbezüge (Pensionen, Betriebsrenten), vermögenswirksame Leistungen, geldwerte Vorteile für Sachbezüge wie Firmenwagen usw.

    Sonstige Bezüge zählen nicht zu den laufenden Monatsbezügen. Die Lohnsteuer für das 13. Monatsgehalt, Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, Tantiemen, Jubiläumszuwendungen usw. wird anders berechnet.

  • Schritt 4: Ziehen Sie ggf. einen Lohnsteuer-Freibetrag ab

    Beanspruchen Sie einen Lohnsteuer-Freibetrag oder einen Behinderten- bzw. Hinterbliebenen-Pauschbetrag, dann ziehen Sie den bescheinigten Monatsfreibetrag von Ihren steuerpflichtigen Monatsbezügen ab.

Für Versorgungsbezüge sind umfangreiche Nebenrechnungen nötig: Denn hier muss anteilig der Versorgungsfreibetrag samt Zuschlag und statt des in die Tabelle eingearbeiteten Arbeitnehmer-Pauschbetrages der Werbungskosten-Pauschbetrag für Versorgungsbezüge berücksichtigt werden.

Haben Sie im Vorjahr das 64. Lebensjahr vollendet und beziehen noch Arbeitslohn aus einem aktiven Arbeitsverhältnis, wird anteilig der Altersentlastungsbetrag steuermindernd berücksichtigt.

Weitere News zum Thema

  • Steuerfreie Sachbezüge: BFH zur Abgrenzung zwischen Bar- und Sachlohn

    [] Der BFH beschäftigte sich mit der Abgrenzung zwischen Bar- und Sachlohn bei Gewährung von Krankenversicherungsschutz durch Arbeitgeber. Die Frage, ob Bar- oder Sachlohn vorliegt, ist für die Freigrenze des § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG erheblich: Danach sind Sachbezüge bis 44 Euro im Kalendermonat steuerfrei. mehr

  • Keine Lohnsteuerpauschalierung bei Gehaltsumwandlung

    [] Eine pauschale Lohnversteuerung von Zuschüssen des Arbeitgebers zu Fahrtkosten und Aufwendungen des Arbeitnehmers für die Internetnutzung ist nur zulässig, wenn diese Leistungen zusätzlich zum ursprünglich vereinbarten Bruttolohn erbracht werden. Dies hat das FG Düsseldorf entschieden. mehr

  • Firmenwagen: Privatnutzung darf trotz Nutzungsverbot angenommen werden

    [] Bei einem Gesellschafter ist die auf den Beweis des ersten Anscheins gestützte Annahme, er habe einen ihm zur Verfügung stehenden Dienst-Pkw privat genutzt, auch dann möglich, wenn formal ein Nutzungsverbot zwischen den Gesellschaftern vereinbart worden ist. Dies hat das FG Hamburg entschieden. mehr

  • Wenn das Finanzamt ehrliche Angaben von Arbeitnehmern ignoriert...

    [] Ein Finanzamt übernahm die elektronisch übermittelten Lohndaten eines Arbeitnehmers, der aber einen anderen Arbeitslohn in seiner Steuererklärung erklärt hatte. Wenn das dem Finanzamt später irgendwann auffällt, ist es zu spät: Ändern nicht mehr möglich, sagt der BFH. mehr

  • Wenn Kollegenstreit auf dem Weg zur Arbeit eskaliert

    [] Stellen Sie sich vor, Sie fahren mit einem Kollegen gemeinsam zur Arbeit. Dann gibt es Streit. Und es wird handgreiflich. Klar: Das wird Ihnen so hoffentlich wohl niemals passieren. Doch wenn sich so etwas ereignen sollte: Bei Verletzungsfolgen kann ggf. die Berufsgenossenschaft eintreten. Das entschied das Landessozialgericht Baden-Württemberg am 22.11.2017 (Az. L 1 U 1277/17). mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.