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Monat für Monat zieht der Arbeitgeber Lohnsteuer von Ihrem Arbeitslohn ab. Die Berechnung der Lohnsteuer ist zwar nicht Ihre Aufgabe, sondern die des Arbeitgebers. Trotzdem gibt es Fälle, in denen Sie Ihre Lohnsteuer selbst ermitteln wollen.

Das kann zum Beispiel der Fall sein, weil Sie wissen wollen,

  • ob der Arbeitgeber die Lohnsteuer korrekt berechnet hat oder

  • wie hoch die Lohnsteuer bei einer Gehaltserhöhung sein wird oder

  • um wie viel die Lohnsteuer sinkt, wenn ein Freibetrag berücksichtigt wird.

In der Regel ermittelt der Arbeitgeber die abzuführende Lohnsteuer elektronisch mittels Berechnungsprogramm. Führt der Arbeitgeber ausnahmsweise eine manuelle Lohnabrechnung durch, benutzt er Lohnsteuertabellen, die nach amtlichen Vorgaben erstellt werden.

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In der Tabelle drucken wir nur jeden dritten Wert der amtlichen Tabellen ab. Da diese Tabellensprünge aufweisen, kann die vom Arbeitgeber einbehaltene Monatslohnsteuer von der in den Tabellen ausgewiesenen abweichen.

So wenden Sie die Tabellen an:

  • Schritt 1: Wählen Sie die maßgebende Monatslohnsteuertabelle aus

    Es gibt zwei Tabellen: die allgemeine und die besondere Monatslohnsteuertabelle. Der Unterschied liegt in der eingearbeiteten Vorsorgepauschale:

    • Allgemeine Monatslohnsteuertabelle: Rentenversicherungspflichtige Angestellte, die in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung pflicht- oder freiwillig versichert sind, erhalten die ungekürzte Vorsorgepauschale. Für sie gilt deshalb die allgemeine Monatslohnsteuertabelle, die sich automatisch jedes Jahr ändert.

      Bei Angestellten, die privat krankenversichert sind, können die Krankenkassenbeiträge nicht pauschal berücksichtigt werden. Deshalb wird die abzuführende Lohnsteuer in einer Nebenrechnung gesondert berechnet.

    • Besondere Monatslohnsteuertabelle: Nicht sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer (insbesondere Beamte und Pensionäre) erhalten nur die Mindestvorsorgepauschale. Für sie gilt die besondere Monatslohnsteuertabelle, die sich nicht automatisch jedes Jahr ändert.

      Der Arbeitgeber führt eine geringere Lohnsteuer ab, wenn Ihre Beiträge zur privaten Basiskranken- und Pflegepflichtversicherung höher sind als die in die Tabelle eingearbeitete Mindestvorsorgepauschale.

  • Schritt 2: Bestimmen Sie Ihre Steuerklasse

  • Schritt 3: Ermitteln Sie Ihren steuerpflichtigen Arbeitslohn

    Mit den vorliegenden Tabellen lässt sich ausschließlich die Monatslohnsteuer für laufende steuerpflichtige Monatsbezüge berechnen: Das sind Lohn / Gehalt und Versorgungsbezüge (Pensionen, Betriebsrenten), vermögenswirksame Leistungen, geldwerte Vorteile für Sachbezüge wie Firmenwagen usw.

    Sonstige Bezüge zählen nicht zu den laufenden Monatsbezügen. Die Lohnsteuer für das 13. Monatsgehalt, Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, Tantiemen, Jubiläumszuwendungen usw. wird anders berechnet.

  • Schritt 4: Ziehen Sie ggf. einen Lohnsteuer-Freibetrag ab

    Beanspruchen Sie einen Lohnsteuer-Freibetrag oder einen Behinderten- bzw. Hinterbliebenen-Pauschbetrag, dann ziehen Sie den bescheinigten Monatsfreibetrag von Ihren steuerpflichtigen Monatsbezügen ab.

Für Versorgungsbezüge sind umfangreiche Nebenrechnungen nötig: Denn hier muss anteilig der Versorgungsfreibetrag samt Zuschlag und statt des in die Tabelle eingearbeiteten Arbeitnehmer-Pauschbetrages der Werbungskosten-Pauschbetrag für Versorgungsbezüge berücksichtigt werden.

Haben Sie im Vorjahr das 64. Lebensjahr vollendet und beziehen noch Arbeitslohn aus einem aktiven Arbeitsverhältnis, wird anteilig der Altersentlastungsbetrag steuermindernd berücksichtigt.

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