Jahresnetzkarte ist sofort zugeflossener Arbeitslohn

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Erhalten Sie von Ihrem Arbeitgeber als Vergütungsbestandteil eine Jahresnetzkarte für die Deutsche Bahn, dann gilt das als Arbeitslohn. Und der fließt Ihnen in dem Zeitpunkt zu, in dem Ihnen mit der Karte ein uneingeschränktes Nutzungsrecht eingeräumt wurde – also in der Regel mit der Übergabe.

Der Fall: Ein Beamter im Ruhestand, früher war er Führungsmitglied bei der Deutschen Bahn AG, erhielt von seinem ehemaligen Arbeitgeber eine nicht übertragbare Jahresnetzkarte. Damit konnte er ein Jahr lang alle Verbindungen der Deutschen Bahn AG nutzen – kostenlos.

Das Finanzamt nahm einen geldwerten Vorteil in Höhe von DM 7.344,- an. Diesen Betrag errechnete es aus dem Wert der Fahrkarte (DM 10.150,-) abzüglich eines Bewertungsabschlags und des Rabattfreibetrags von DM 2.400,-.

Der Pensionär wollte jedoch nur den Preis für die tatsächlich gefahrenen Strecken versteuern. Über diese hatte er akribisch Buch geführt.

Das Urteil: Der BFH stellte sich auf die Seite des Finanzamtes. Der Grund: Als der ehemalige Beamte die Jahresnetzkarte in die Hand gedrückt bekam, erhielt er damit ein »Wertpapier«, in dem der Beförderungsanspruch festgeschrieben war. Der geldwerte Vorteil bestand damit in der Jahresnetzkarte an sich, da er damit die Zugverbindungen uneingeschränkt nutzen konnte. Es blieb also bei einem geldwerten Vorteil in Höhe von DM 7.334,- (BFH, Urteil vom 12.4.2007, Az. VI R 89/04).

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