Informationen zum Kurzarbeitergeld für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

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Mit dem Kurzarbeitergeld fördert die Bundesagentur für Arbeit die zeitweise Teilzeitbeschäftigung. Rückwirkend zum 1.7.2009 gilt jetzt: Nach sechs Monaten Kurzarbeit müssen Arbeitgeber keine Sozialversicherungsbeiträge mehr für Kurzarbeiter bezahlen.

Bisher galt: Nur wenn in einem kurzarbeitenden Betrieb während des Arbeitsausfalls Qualifizierungsmaßnahmen für die Mitarbeiter stattfinden, muss ab dem siebten Monat kein Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung mehr gezahlt werden. Rückwirkend zum 1.7.2009 entfällt jetzt die Pflicht, solche Maßnahmen durchzuführen: Die Vergünstigung gibt es trotzdem. Damit werden Arbeitgeber weiter entlastet.

Die Idee dahinter: Durch Kurzarbeit wird Arbeitslosigkeit vermieden - daher soll die Kurzarbeit für Arbeitgeber möglichst attraktiv gemacht werden. Deshalb wurde auch in den letzten Monaten die Bezugsdauer des Kurzarbeitergelds auf inzwischen maximal 24 Monate ausgedehnt.

Wichtig für Arbeitnehmer: Kurzarbeitergeld in der Steuererklärung

Kurzarbeitergeld ist zwar steuerfrei, unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt: Das Kurzarbeitergeld wird bei der Berechnung des Steuersatzes der Einkommensteuer berücksichtigt und erhöht so (indirekt) die Steuern. Ehepaare, bei denen ein Partner Kurzarbeitergeld erhält und der andere Partner gut verdient, müssen daher oft hohe Steuer-Nachzahlungen leisten.

Steuertipp
Prüfen Sie, ob eine getrennte Veranlagung in der Steuererklärung günstiger ist! Dabei werden Sie ähnlich behandelt wie Alleinstehende. Das Kurzarbeitergeld wirkt sich also nicht auf den Steuersatz des voll verdienenden Ehepartners aus. Die Steuer-Spar-Erklärung berechnet, ob die getrennte Veranlagung günstiger ist als eine Zusammenveranlagung.

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