Geschäftsreise mit geringem privaten Anteil

 - 

Nach der Rechtsprechung zu den "Arbeitsmitteln" sind teils betrieblich, teils privat veranlasste Kosten überhaupt nicht aufzuteilen, wenn der private Teil nur von ganz untergeordneter Bedeutung ist. Die Kosten sollen dann in voller Höhe steuerlich abziehbar sein. Doch was heißt "untergeordnete Bedeutung"? Gibt es eine Grenze von 10%?

Das Finanzgericht München ist großzügiger und stellt eine für die Steuerzahler vorteilhafte Gesamtbetrachtung einer gemischten Reise an. Die Richter vertreten die Ansicht, dass ein eintägiger Privatausflug im Rahmen einer insgesamt sechstägigen Kongressreise mit einem Zeitanteil von 16,67% nur untergeordnete Bedeutung habe. Sie ließen deshalb die gesamten Fahrt- und Aufenthaltskosten zum Abzug als Betriebsausgaben zu (FG München vom 6.12.2006, 10 K 5528/04).

Steuertipp
Nun muss geklärt werden, ob alternativ die Reise- und Aufenthaltskosten nur zu 5/6 zu berücksichtigen sind. Falls Sie in einem ähnlichen Fall mit dem Finanzamt streiten, sollten Sie unter Verweis auf das beim BFH anhängige Verfahren VI R 2/07 Einspruch einlegen.

Weitere News zum Thema

  • Kreative Ideen für begünstigten Arbeitslohn

    [] Als Arbeitgeber haben Sie viele Möglichkeiten, Ihren Mitarbeitern lohnsteuerfreien oder pauschal versteuerten Arbeitslohn zu zahlen: von Aufmerksamkeiten über Jobticket bis hin zu Warengutscheinen. Zu einigen Möglichkeiten gibt es interessante Neuigkeiten, über die wir Sie informieren möchten. mehr

  • Für den Arbeitgeber im Ausland: Welches Steuerrecht gilt?

    [] Die Antwort hängt natürlich von vielen Faktoren ab und kann daher unterschiedlich ausfallen. Wir zeigen Ihnen heute den Fall eines Arbeitnehmers, der bei einem in Deutschland ansässigen Unternehmen angestellt war und im Streitjahr gut drei Monate in Großbritannien für ein dort ansässiges Unternehmen tätig wurde, das zum selben Konzern gehörte. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.