Ferienjobs: Das sind die Regeln

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Die Sommerferien haben angefangen, und für viele Schüler und Studenten heißt das: Arbeit statt Schule oder Uni. Am Ende soll natürlich möglichst viel Geld in der eigenen Tasche landen und möglichst wenig beim Finanzamt und der Sozialversicherung.

Zwei Monate oder 50 Tage dürfen Schüler und Studenten jährlich in den Ferien arbeiten, ohne Sozialversicherungsbeiträge zahlen zu müssen. Ob sie das Zeitbudget am Stück in Anspruch nehmen oder zum Beispiel auf Sommer- und Winterferien verteilen ist egal.

Dauert der Job in der vorlesungsfreien Zeit länger als zwei Monate, fallen Beiträge zur Rentenversicherung an. Von der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung bleibt die Beschäftigung befreit.

Mehr als 26 Wochen im Jahr sollte aber kein Student länger als 20 Stunden pro Woche arbeiten. Dann wird er nämlich als normaler Arbeitnehmer behandelt und es fallen die vollen Sozialversicherungsbeiträge auf den gesamten Jahreslohn an.

Wer nur wenige Wochen oder Monate im Jahr arbeitet, sollte auf jeden Fall seine Lohnsteuerbescheinigung kontrollieren. Hat der Arbeitgeber Steuern an das Finanzamt abgeführt, lohnt sich die Abgabe einer Steuererklärung: Die Steuern werden in fast allen Fällen erstattet. Warum das so ist? Beim Abzug von Lohn- und Kirchensteuer und dem Soli geht das Finanzamt davon aus, dass der Schüler oder Student das ganze Jahr zu den gleichen Bedingungen beschäftigt wird - also auch das ganze Jahr Geld verdient. Das ist aber bei einem Ferienjob gerade nicht der Fall.

Vorsicht: Je nach Höhe des Verdienstes kann sich der Ferienjob auf die Steuern der Eltern auswirken. Wenn ein Schüler oder Student nämlich mehr als 7.680 Euro pro Jahr verdient, fallen bei den Eltern zahlreiche Vergünstigungen weg. Dazu gehören zum Beispiel Kindergeld, Entlastungsbetrag für Alleinerziehende, Kinderzulage usw. Und das ist nicht nur ärgerlich, sondern auch teuer!

Ausführliche Informationen zu den Themen Ferienjobs, Nebenjobs während des Semesters und Praktika finden Sie in unserer Broschüre »Wenn Schüler und Studenten jobben«.

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