Entschädigung für Arbeitszeitreduzierung steuerbegünstigt

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Ein Arbeitgeber zahlt seinem Arbeitnehmer eine Abfindung, weil dieser seine Wochenarbeitszeit unbefristet reduziert. Bei dieser Abfindung handelt es sich um eine begünstigt zu besteuernde Entschädigung, stellt der BFH klar.

Im entschiedenen Fall hatte eine Arbeitnehmerin ihre Arbeitszeit auf die halbe Wochenstundenzahl reduziert. Von ihrem Arbeitgeber erhielt sie dafür eine Abfindung in Höhe von 17.000 Euro. Das Finanzamt wollte die Zahlung voll besteuern. Seiner Ansicht nach hätte für eine begünstigte Besteuerung das Arbeitsverhältnis beendet werden müssen.

Dem widersprach der BFH und ließ die begünstigte Besteuerung zu. Die Richter erklärten: Eine Entschädigung nach § 24 Nr. 1 Buchst. a EStG wird als Ersatz für entgangene oder entgehende Einnahmen gewährt. Das Gesetz verlangt dabei nicht die Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Es setzt lediglich voraus, dass Einnahmen wegfallen und dafür Ersatz geleistet wird. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn eine Vollzeitbeschäftigung in eine Teilzeitbeschäftigung überführt und die Arbeitnehmerin dafür abgefunden wird (BFH, Urteil vom 25.8.2009, Az. IX R 3/09).

Der BFH konnte jedoch noch nicht endgültig über die Klage entscheiden: Das FG muss jetzt prüfen, ob die Arbeitnehmerin bei der Änderung ihres Arbeitsvertrags unter rechtlichem, wirtschaftlichem oder tatsächlichem Druck gehandelt hat. Denn auch dies sind Voraussetzungen für die begünstigte Besteuerung von Abfindungen.

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