ELENA: Elektronischer Entgeltnachweis startet am 1.1.2010

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Arbeitslosengeld, Elterngeld oder Wohngeld: Bisher brauchen Sie für jeden Antrag eine neue Bescheinigung. ELENA soll diesen Aufwand verringern. 2010 geht es los.

In Zukunft sollen Einkommensteuernachweise elektronisch erbracht werden. Die Politik will damit deutliche Einsparungen bei Arbeitgebern und der Agentur für Arbeit erreichen. Für Arbeitnehmer gibt es keine direkten finanziellen Vorteile - sieht man einmal davon ab, dass durch das unbürokratischere Verfahren die beantragten Leistungen schneller ausgezahlt werden sollen.

So funktioniert der elektronische Entgeltnachweis

  • Als Arbeitnehmer beantragen Sie bei einem Zertifizierungsdiensteanbieter (Trust Center; zur Liste der akkreditierten Anbieter) eine geeignete Signaturkarte mit qualifizierter elektronischer Signatur, die den Spezifikationen des vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik erschaffenen eCard-API Frameworks entspricht.
  • Sie melden die Signaturkarte bei der so genannten Registratur Fachverfahren, einer zentralen öffentlich-rechtlichen Stelle, an. Dies kann direkt bei der Registratur Fachverfahren oder über eine Anmeldestelle (z.B. die Agenturen für Arbeit) erfolgen.
  • Die Registratur Fachverfahren verknüpft die Identifikationsnummer (ID) des Zertifikates der als JobCard angemeldeten Chipkarte mit Ihrer der Rentenversicherungsnummer.
  • Der Arbeitgeber übermittelt unabhängig davon regelmäßig bestimmte Daten seiner Arbeitnehmer an die Zentrale Speicherstelle (ZSS). Die Übermittlung erfolgt ausschließlich in elektronischer Form.
  • Wird der Arbeitnehmer arbeitslos, geht er mit seiner als JobCard angemeldeten Chipkarte zur zuständigen Agentur für Arbeit. Die Agentur für Arbeit fordert die Arbeitnehmerdaten bei der Zentralen Speicherstelle an. Die als JobCard angemeldeten Chipkarte des Arbeitslosen und die Signaturkarte des Agenturmitarbeiters dienen dabei der Legitimation der Beteiligten.
  • Hat die Zentrale Speicherstelle alle Informationen der anfragenden Stelle überprüft, übermittelt sie die angeforderten Arbeitnehmerdaten an die Agentur für Arbeit.

Die Agentur für Arbeit verarbeitet die Daten, indem sie beispielsweise anhand der Entgelthöhe die Höhe des Arbeitslosengelds berechnet.

Die digitale Signatur soll zunächst für sechs Bescheinigungen gelten:

  • Bundeselterngeld,
  • Arbeitsbescheinigung nach Ende des Arbeitsverhältnisses,
  • Nebeneinkommensbescheinigung,
  • Bescheinigung über geringfügige Beschäftigung,
  • Bescheinigung nach dem Wohnraumförderungsgesetz und
  • Fehlbelegungsabgabe.

In den kommenden Jahren soll das System auf 45 weitere Bereiche ausgeweitet werden.

 

Hotline für Arbeitgeber
Telefon: 01805 35362-0 (01805 ELENA-0)
Montag - Freitag von 6:00 - 21:00 Uhr
Samstag von 8:00 - 18:00 Uhr
14 ct/min aus dem deutschen Festnetz. Mobilfunkhöchstpreis: 42 ct/min.

 

Lesen Sie hier weiter:
Das sagen Datenschützer zu ELENA

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