Dienstfahrzeug: Nutzungsentgelt kippt die Ein-Prozent-Regel nicht!

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Wer ein Firmenfahrzeug auch privat nutzen darf, der muss den geldwerten Vorteil daraus versteuern. Die Bewertung dieses Vorteils ist gemäß § 8 Abs.2 S.2 ff. EStG nur in Form der 1%-Regelung oder des Einzelnachweises mit Fahrtenbuch möglich. Daran ändert sich auch nichts, wenn der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber gesondert vereinbartes Nutzungsentgelt zahlt.

Im vorliegenden Fall hatte ein Arbeitnehmer seinem Arbeitgeber für die Privatnutzung des Dienstwagens eine Kilometerpauschale von (damals noch) 0,80 DM je gefahrenem Kilometer gezahlt. Nach Ansicht des BFH sind allerdings die Methoden für die Ermittlung des geldwerten Vorteils zwingend und abschließend. Für weitere Alternativen ist kein Raum.

Das heißt: Der betroffene Arbeitnehmer muss die private Nutzung seines Dienstwagens mit einem pauschalen Nutzungswert in Höhe von einem Prozent des Fahrzeuglistenpreises je Kalendermonat versteuern. Allerdings: Die vom gezahlte und nach der tatsächlichen Nutzung oder pauschal ermittelte Vergütung ist von dem mittels der Ein-Prozent-Regelung ermittelten Wert abzuziehen. Insoweit liegt nämlich kein Arbeitslohn vor (BFH, Urteil vom 7.11.2006, Az. VI R 95/04).

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