Bezüge aus Aktienoptionen: Steuerbegünstigung nutzen

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Erhalten Sie einen Teil Ihres Gehalts in Form von Aktienoptionsrechten, können diese Bezüge steuerbegünstigt sein. Voraussetzung: Zwischen dem Zeitpunkt, in dem Sie die Rechte erwerben und dem Zeitpunkt, in dem Sie sie ausüben, liegen mehr als zwölf Monate.

Dann handele es sich bei dieser Vergütung um Arbeitslohn für eine mehrjährige Tätigkeit, urteilte der BFH. Die Konsequenz: Für diesen  Teil des Einkommens gilt die sogenannte „Fünftelregelung", ein Verfahren, das zu einem geringeren Steuersatz führt (BFH-Urteil vom 19.12.2006, Az. VI R 136/01)

Das Finanzamt hatte gefordert, die Bezüge aus Aktienoptionen wie normalen Arbeitslohn zu behandeln. Die Richter waren anderer Meinung: Im Gegensatz zu normalem Gehalt, das für Leistungen in der Vergangenheit gezahlt würde, dienten die Aktienoptionen als Erfolgsmotivation für Zukunft.

Durch Aktienoptionen räumt ein Unternehmen dem Angestellten das Recht ein, Unternehmensanteile an einem späteren Zeitpunkt zu einem bereits festgelegten Preis zu erwerben. Steuerlich handelt es sich um eine Lohnzahlung in dem Zeitpunkt, in dem die Aktien im Depot des Arbeitnehmers verbucht werden. Die Höhe des Lohns hängt vom Kurs der Aktie zu diesem Zeitpunkt ab. Der Angestellte profitiert also von einem Kursgewinn und kann durch seine eigene Leistung einen Teil dazu beitragen, dass die Aktie steigt.

Steuertipp
Bedenken Sie bei Ihrer Aktienstrategie die steuerlichen Auswirkungen. Wenn Sie Optionsrechte vor Ablauf der zwölf Monatsfrist ausüben, verzichten Sie auf die Fünftelregelung. Das kann teuer werden. Steuerlich ist es darüber hinaus günstig, die Rechte bei einem niedrigen Kurs auszuüben, denn je mehr die Aktie wert ist, desto mehr Lohn müssen Sie versteuern.

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