Beruflich im Ausland: Neue Reisekostensätze ab 1.1.2010

 - 

Wichtig für die Reisekostenabrechnung bei beruflicher Tätigkeit im Ausland: Ab 1.1.2010 gelten für einige Länder neue Verpflegungs- und Übernachtungspauschbeträge.

Ihr Arbeitgeber darf für Verpflegung und Übernachtung bei beruflicher Tätigkeit im Ausland Spesen bis in Höhe bestimmter Pauschbeträge steuerfrei an Sie auszahlen. Für einige Länder gelten ab 1.1.2010 neue Pauschbeträge (BMF-Schreiben vom 17. 12. 2009, Az. IV C 5 - S 2353/08/10006).

Wer zum Beispiel in Finnland, Norwegen oder der Slowakischen Republik tätig ist, darf sich freuen: Die Pauschalen werden erhöht. Bei Dienstreisen nach Kanada oder Australien wird künftig danach unterschieden, wo genau Sie sich aufhalten: So gelten für Toronto höhere Verpflegungs- und Übernachtungspauschbeträge, für Ottawa und Vancouver höhere Übernachtungspauschbeträge als im übrigen Land. Für Australien gibt es ab dem neuen Jahr höhere Pauschbeträge für Verpflegung. Die Übernachtungspauschbeträge steigen auf 100 Euro (Melbourne 105 Euro), statt bisher 90 Euro. Wer in Sydney übernachtet, kann künftig sogar 115 Euro vom seinem Arbeitgeber steuerfrei erstattet bekommen.

Die komplette alphabetische Übersicht für die einzelnen Länder finden Sie hier. Die Pauschbeträge gelten bei beruflicher Auswärtstätigkeit und doppelter Haushaltsführung im Ausland. Für Länder, die in dieser Übersicht nicht erfasst sind, gilt der Pauschbetrag für Luxemburg.

Steuertipp
Die Übernachtungspauschalen gelten nur für die steuerfreie Arbeitgebererstattung. Möchten Sie Übernachtungskosten in Ihrer Steuerklärung geltend machen, erkennt das Finanzamt dagegen nur die tatsächlichen Kosten als Werbungskosten an (R 9.7 Abs. 2 und R 9.11 Abs.8 LStR 2008). Wer von seinem Arbeitgeber keine Übernachtungsgelder steuerfrei erstattet bekommt, sollte deshalb unbedingt die Übernachtungs-Belege aufbewahren.

Weitere News zum Thema

  • Wenn das Finanzamt ehrliche Angaben von Arbeitnehmern ignoriert...

    [] Ein Finanzamt übernahm die elektronisch übermittelten Lohndaten eines Arbeitnehmers, der aber einen anderen Arbeitslohn in seiner Steuererklärung erklärt hatte. Wenn das dem Finanzamt später irgendwann auffällt, ist es zu spät: Ändern nicht mehr möglich, sagt der BFH. mehr

  • Wenn Kollegenstreit auf dem Weg zur Arbeit eskaliert

    [] Stellen Sie sich vor, Sie fahren mit einem Kollegen gemeinsam zur Arbeit. Dann gibt es Streit. Und es wird handgreiflich. Klar: Das wird Ihnen so hoffentlich wohl niemals passieren. Doch wenn sich so etwas ereignen sollte: Bei Verletzungsfolgen kann ggf. die Berufsgenossenschaft eintreten. Das entschied das Landessozialgericht Baden-Württemberg am 22.11.2017 (Az. L 1 U 1277/17). mehr

  • Besteuerung von Aufstockungsbeträgen zum Transferkurzarbeitergeld

    [] Erhält ein Arbeitnehmer von einer Transfergesellschaft, in der er nach Beendigung seines bisherigen Arbeitsverhältnisses übergangsweise beschäftigungslos angestellt ist, Aufstockungsbeträge zum Transferkurzarbeitergeld, unterliegen diese Beträge dem ermäßigten Steuertarif. mehr

  • Wenn der Arbeitgeber Zuschläge falsch einordnet

    [] Bekommen Sie Zuschläge für Sonntagsarbeit, Feiertagsarbeit oder Nachtarbeit? Dann sollten Sie wissen, dass deren Steuerfreiheit nicht von der entsprechenden Einordnung des Arbeitgebers abhängig ist! mehr

  • Fahrtenbuch: Ordnung muss sein!

    [] Dass ein Fahrtenbuch steuerlich nur dann anerkannt wird, wenn es fortlaufend und zeitnah geführt wird, ist scheinbar noch immer nicht jedem bekannt. Anders lässt sich der folgende Fall kaum erklären. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.