Bayern: permanenter Lohnsteuer-Jahresausgleich bleibt

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Für kurzfristig Beschäftigte der Steuerklasse VI auf Volksfesten in Bayern gibt es in Sachen Lohnsteuer-Berechnung eine Billigkeitsregelung. Für deren Beibehaltung setzt sich jetzt der bayerische Finanzminister Söder ein.

Beim permanenten Lohnsteuer-Jahresausgleich wird ein kurzfristig hoher Lohn z.B. einer Wiesnbedienung für die Berechnung der Lohnsteuer auf einen längeren Zeitraum umgelegt. Das senkt den Durchschnittsverdienst und führt zu einem niedrigeren Steuersatz. Ergebnis ist ein höheres Nettoeinkommen für die Zeit der Beschäftigung.

Durch eine Gesetzesänderung des Bundes wäre diese Möglichkeit für kurzfristig Beschäftigte nicht mehr anwendbar. Als Billigkeitsregelung haben die bayerischen Finanzämter auch 2014 den permanenten Lohnsteuer-Jahresausgleich für kurzfristig Beschäftigte auf Volksfesten fortgeführt. Wir können bereits jetzt zusagen, dass auch 2015 die bayerische Lösung noch gelten wird, kündigte Söder Anfang Dezember an.

Bei der Bundesregelung wird der aktuell verdiente Tageslohn auf das Kalenderjahr hochgerechnet. Bei der bayerischen Lösung werden auch die Kalendermonate vor der Aushilfstätigkeit in die Berechnung einbezogen – dies senkt den Durchschnittsverdienst und führt zu einem niedrigeren Steuersatz – und damit weniger Lohnsteuerabzug. Die endgültige Steuer wird nach Ablauf des Kalenderjahres im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung durch das Finanzamt festgesetzt.

(Quelle: Bayerisches Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, Pressemitteilung Nr. 474 vom 1.12.2014)

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