Arbeitgeber: Neue großzügige Regelung der Finanzverwaltung für die Abrechnung von Reisekosten (Teil 3)

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Endlich mal ein rundum erfreuliches BMF-Schreiben. Es bietet pragmatische Lösungen für die Probleme, die aufgrund des Mehrwertsteuersatzes von 7% auf Hotelübernachtungen bei Reisekostenabrechnungen seit 2010 aufgetreten sind. Lesen Sie heute in Teil 3 unserer Serie:

Hintergrundinformation: Die Erfindung des Sammelpostens, ein neuer Begriff im Umsatzsteuerrecht

Um diese pragmatische Lösung für die Reisekostenabrechnung zu ermöglichen, hat das BMF einen völlig neuen Begriff aus der Taufe gehoben. Den Sammelposten, der bisher nur bei der GWG-Abschreibung eine Rolle gespielt hat, gibt es ab sofort auch im Umsatzsteuerrecht. Aus Vereinfachungsgründen darf das Hotel nämlich folgende in einem Pauschalangebot enthaltenen Leistungen in seiner Rechnung zu einem "Sammelposten" zusammenfassen und den darauf entfallenden Anteil in einem Betrag ausweisen (Tz. 15 des BMF-Schreibens vom 5.3.2010).

  • Abgabe eines Frühstücks
  • Nutzung von Internet und Telefon
  • Reinigung und Bügeln von Kleidung, Schuhputzservice
  • Transport zwischen Bahnhof/Flughafen und Unterkunft
  • Transport von Gepäck außerhalb des Beherbergungsbetriebs
  • Überlassung von Fitnessgeräten
  • Überlassung von Parkplätzen

Der Sammelposten kann beispielsweise als "Business-package" oder als "Servicepauschale" bezeichnet werden. Die Finanzverwaltung beanstandet es auch nicht, wenn der auf die Servicepauschale entfallende Anteil mit 20% des Pauschalpreises angesetzt wird. Die Vereinfachungsregel darf allerdings nicht für solche Leistungen angewendet werden, für die ein gesondertes Entgelt vereinbart wurde.

Es wird ausdrücklich klargestellt, dass eine solche vereinfachte Rechnung mit Ausweis eines Sammelpostens als ordnungsgemäße Rechung für den Vorsteuerabzug bei Unternehmern gilt. Der Sammelposten erleichtert damit Hotels die Rechnungsstellung.

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