Abfindungen bis 2007: Übergangsregelung für Freibetrag rückwirkend verbessert

 - 

Haben Sie 2006 oder 2007 aufgrund eines vor 2006 abgeschlossenen Sozialplans eine Abfindung erhalten? Dann erhalten Sie jetzt vielleicht Steuern vom Finanzamt zurück.

Einen Freibetrag für Abfindungen gewährt das Finanzamt nur noch für bis zum 31.12.2005 vereinbarte Abfindungszahlungen, soweit sie bis spätestens 31.12.2007 gezahlt wurden. Mit dem Jahressteuergesetz 2009 stellt der Gesetzgeber rückwirkend klar: Diese Übergangsregelung gilt auch für Abfindungen, die aufgrund eines vor dem 1.1.2006 abgeschlossenen Sozialplans gewährt wurden.

Dazu müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • Sie sind in dem dem Sozialplan zugrundeliegenden Interessenausgleich namentlich bezeichnet (§ 1 Abs. 5 Kündigungsschutzgesetz).
  • Der Interessenausgleich ist vor dem 1.1.2006 vereinbart worden und
  • die Abfindung wurde vor dem 1.1.2008 ausgezahlt.

Sind Sie betroffen? Dann können Sie jetzt bei Ihrem Finanzamt beantragen, dass Sie nachträglich für Ihre versteuerte Abfindungszahlung den Freibetrag nach § 3 Nr. 9 EStG 2005 beanspruchen. Das Finanzamt muss dann den Steuerbescheid 2006 oder 2007 zu Ihren Gunsten ändern, auch wenn er bereits bestandskräftig ist (§ 52 Abs. 4a Satz 2 EStG). Übrigens: Der frühere Freibetrag für Abfindungen betrug 7.200 Euro, bzw.

  • 9.000 Euro, wenn Sie mindestens 15 Jahre im Betrieb und mindestens 50 Jahre alt waren,
  • 11.000 Euro, wenn Sie mindestens 20 Jahre im Betrieb und mindestens 55 Jahre alt waren.

Weitere News zum Thema

  • Kreative Ideen für begünstigten Arbeitslohn

    [] Als Arbeitgeber haben Sie viele Möglichkeiten, Ihren Mitarbeitern lohnsteuerfreien oder pauschal versteuerten Arbeitslohn zu zahlen: von Aufmerksamkeiten über Jobticket bis hin zu Warengutscheinen. Zu einigen Möglichkeiten gibt es interessante Neuigkeiten, über die wir Sie informieren möchten. mehr

  • Für den Arbeitgeber im Ausland: Welches Steuerrecht gilt?

    [] Die Antwort hängt natürlich von vielen Faktoren ab und kann daher unterschiedlich ausfallen. Wir zeigen Ihnen heute den Fall eines Arbeitnehmers, der bei einem in Deutschland ansässigen Unternehmen angestellt war und im Streitjahr gut drei Monate in Großbritannien für ein dort ansässiges Unternehmen tätig wurde, das zum selben Konzern gehörte. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.